Datum: 29. Januar 2020

Lesezeit:  6 Minuten

Autor: Thomas

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London die Zweite – Eine Reise mit Folgen

Reisebericht

Man sagt ja, Fortsetzungen sind nie so gut wie der erste Teil, da die Story nur aufgewärmt wird oder einfach nicht an den ersten Teil rankommt. Weit gefehlt in diesem Fall – Unsere zweite Reise nach London war genauso gut, aber bestimmt keine Kopie der ersten Reise.

Die Vorgeschichte

Angefixt von der ersten Reise nach London haben wir uns 2015 kurzer Hand dazu entschlossen, noch einmal in das britische Empire zu reisen und die Dinge zu tun, die wir damals nicht geschafft haben. Einige Orte haben wir ja damals schon besucht, aber wir hatten einfach nicht die Zeit, sie ausführlicher zu erkunden. Deshalb haben wir nicht nur mehr Zeit im Gepäck (sechs statt vier Tage), sondern auch unsere „Return-Liste“, in der wir alles festgehalten haben, was wir bei einem zweiten Besuch in London machen und sehen wollten. Und die „Return-Liste“ war ziemlich lang…

Die Planung

Aus der ersten Reise nach London gingen einige Verbesserungsideen hervor. Zum einen haben wir gemerkt, dass der Flughafen Düsseldorf-Weeze weiter weg war als wir gedacht haben (und auch nicht unbedingt bei Düsseldorf). Außerdem haben wir gemerkt, dass man für London vieles schon im Vorfeld aus Deutschland buchen kann, zum Beispiel Eintrittskarten, Tickets für die Underground und so weiter. Es entstand zum ersten Mal ein richtiger Plan:

  1. Flüge suchen: Hinflug morgens, Rückflug mittags oder abends.
  2. Hotel suchen: Zentral, bisschen größer und nicht zu teuer.
  3. ÖPNV Tickets kaufen: Für die Underground und Busse.
  4. Tickets kaufen: Für schnelleren Eintritt und/oder Platzreservierung.
  5. Auf Basis der „Return-Liste“ optimale Laufrouten zusammenstellen.

Klingt nach Stress? Nein, für uns gehört das zur Vorfreude dazu – mittlerweile übrigens bei jeder Reise. Sich mit dem Ziel zu beschäftigen und zu gucken, was man vor Ort alles machen kann, ist immer wieder eines unserer Planungs-Highlights. Man muss dazu aber auch sagen, dass wir unsere Tage nie zu 100% verplanen. Wir machen nur einen Rahmenplan fertig, der Optionen für spontane Wechsel ermöglicht, damit wir immer reagieren können, wenn wir vor Ort noch etwas anderes entdecken.

Fehlt nur noch der Zeitplan: Es ist Januar, bisschen kalt, das wissen wir vom letzten Mal. Warum nicht mal im Sommer? Okay, im Juni sind noch keine Ferien. Also Juni 2015.

Die Anreise

Dieses Mal sind wir vom Flughafen Köln-Bonn gestartet. Wieder mit Ryanair, wieder nach Stansted – und wieder mit dem Bus, aber diesmal definitiv ohne EasyBus, weil uns unser Leben doch lieb ist. Von Stansted aus haben wir uns den National Express geschnappt, der uns in die Innenstadt zur Victoria Station gebracht hat. Von dort aus fahren wir mit unseren Underground-Tickets, die praktischerweise nach Deutschland geliefert wurden, bis zum Hotel.

Der Bus war diesmal wirklich gut, man konnte nicht meckern. Es gab eine Klimaanlage, ausreichend Platz und der Bus hatte noch alle Reifen. Allerdings verfolgte uns wieder einmal unser Bus-Fluch, denn die geplante Anreisezeit wurde durch den Stau auf Londons Straßen um ca. 90 Minuten unfreiwillig verlängert. 

Vogelschiss bringt Glück – oder so

Als Tüpfelchen auf dem „I“ hat mir noch eine blöde Taube beim Verlassen der Victoria Station auf die Jacke gekackt. Zum Glück nur auf die Jacke – Jacke im Müll entsorgt und auf zum Hotel. Der Tag schien gelaufen… dachten wir.

Aber man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben oder verfluchen. Die Taube war nämlich gar nicht so blöd: Sie kannte offensichtlich die Wetterprognose der nächsten Tage besser als der Wetterdienst. Der hatte damals kühles, graues Wetter mit Regen vorausgesagt. Klar, London eben, aber weit gefehlt. Es war warm, sonnig und wir sollten nur einen einzigen kleinen Regenschauer abbekommen. Definitiv kein Grund für eine Jacke! Unsere Erkundungstour Teil zwei konnte also beginnen.

London an sich

Zunächst sind wir ins Hotel. Klar, ich musste duschen und mich umziehen. Unser Hotel war dieses Mal nahe der Earl’s Court Station, genauer in der Pennywern Road direkt um die Ecke. Das Hotel war gut, auch wenn die Zimmergröße nicht dem entsprach, was wir uns vorgestellt oder auf den Bildern gesehen hatten. Eng und kuschelig war es. Egal, wir wollten ja nicht London im Zimmer erleben, sondern draußen. Frisch geduscht ging es los.

Am Anfang habe ich gesagt, dass die zweite Reise nach London mindestens genauso gut war wie die erste Reise. Dafür gibt es Gründe! An Tag eins sind wir einfach durch die Gegend geschlendert. Wir hatten uns nichts vorgenommen, da man ja nie weiß, ob die Anreise wie geplant klappt oder ob irgendwas ist. Ein paar fußläufig erreichbare Ziele in der Nähe hatten wir auf der Karte markiert. Bei perfektem Sonnenschein ging es zur Kensington High Street. Eigentlich wollten wir eine neue Jacke für mich kaufen, ich bin aber leider nicht fündig geworden. Die Augen waren wohl eher auf die Stadt fokussiert, als auf die Jacken in den Geschäften. Außerdem war es so warm, dass selbst Julia die kleine Frostbeule nur im T-Shirt rumgelaufen ist.

Am nächsten Morgen haben wir unsere ersten Tickets eingelöst: Ein Treffen mit der Queen, Daniel Craig, Judy Dench, Britney Spears und vielen mehr stand an. Die Gastgeberin Madame Tussaud’s war natürlich auch da. Ein echter Tipp: Bucht das Ticket vorher, dann könnt ihr schön an der Warteschlange vorbei gehen und kommt direkt und ohne Wartezeit rein. Die Ausstellung selbst hat sich wirklich gelohnt!

Nach Madame Tussauds sind wir zum Camden Market gegangen. Dort, so hatten wir gelesen, gibt es Handwerkskunst und vor allem etwas zu essen. Das brauchten wir dringend, denn die Kekse der Queen schmeckten irgendwie leicht nach Wachs und Seife.

Der Besuch am Camden Market war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis. Gestärkt durch allerlei Fingerfood sind wir durch die alten Stallungen gegangen, in denen sich Künstler und Händler angesiedelt haben. Es sei erwähnt, dass viele Artikel dort nicht reine Handwerkskunst sind, sondern die klassischen Souveniers, die man überall kaufen kann – Aber echte Schmuckstücke findet man dort zwischendurch immer mal wieder.

Dort hat Julia übrigens auch ein tolles Kleid gefunden. Das perfekte Kleid, das Mega-Kleid, eben DAS Kleid. Und wir waren so dumm und haben nur eines davon gekauft, obwohl es wirklich günstig war. Julia hat es so oft getragen, dass es natürlich irgendwann den Geist aufgeben musste – zwei Jahre später war es dann soweit. Spoiler-Alarm: Die Kleidgeschichte geht noch weiter, aber erst vier Jahre in der Zukunft!

Zurück zum Markt: wuselig, voll, aber sehenswert. Vom Essen werdet ihr bestimmt nicht enttäuscht. Wer hier nichts Leckeres findet, ist selber schuld.

Nachmittags haben wir dann den Rückweg angetreten. Eigentlich wollten wir nur zur nächsten U-Bahnstation gehen, sind dann aber auf den Regent’s Canal Towpath gestoßen, einen Weg entlang des Kanalufers. Den sind wir bis zum Regent’s Park gefolgt, noch durch den Park hindurch, am Zoo vorbei und an der Haltestelle Baker Street mit platten Füßen (es waren schließlich rund acht Kilometer) in die Underground Richtung Hotel zurück.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich. Wir sind viel gelaufen. Wir haben uns dieses Mal auch auf die südliche Seite der Themse begeben. Den Bereich hatten wir bei London eins bis auf die London Bridge Experience komplett außenvor gelassen. Wir sind am Ufer der Themse entlanggelaufen und dann irgendwann Richtung Süden (Stadtteile Southwark und Lambeth) abgebogen. Hier wurde viel gebaut, aber natürlich findet man auch hier interessante und schöne Orte.

Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall der Abend im Theater. „Das Phantom der Oper“ hat sich im Her Majesty’s Theatre die Ehre gegeben. Julia hat das Musical schon viele Male in Deutschland gesehen, ich leider nicht. Rückblickend (wir haben es danach noch einmal zusammen in Deutschland gesehen) muss man sagen, die Atmosphäre in diesem altehrwürdigen Theater ist schon grandios. Nicht zuletzt deswegen, weil alle sich fein rausputzen und nicht in Jogginghose zur Aufführung gehen. Der Anblick meiner Begleiterin vervielfachte natürlich den tollen Eindruck des Abends.

Was noch geschah und warum es im großen und ganzen eine tolle Reise wurde? Viele Kleinigkeiten (zum Beispiel der Besuch von Gleis 9 ¾ bei King’s Cross), viel gutes Essen und vermutlich auch die Tatsache, dass London sich im besten Sonnenschein präsentierte! 

Unser Fazit

Teil zwei war mindestens der Auftakt zu einer Trilogie – oder sogar noch mehr. Denn hatten wir uns vorgenommen, unsere Return-Liste zu verkleinern, wurde sie stattdessen beim zweiten Besuch noch länger. Es gibt einfach so viel zu sehen und zu erleben, dass man das auf gar keinen Fall an einem langen Wochenende oder in einer Woche erleben kann. Auf London muss man sich einlassen. London ist London – und die Stadt will uns wiedersehen. Und wir sie auch.

Wir fliegen noch mal hin. 2019. Und wenn es nach uns geht, auch noch ein paar mal mehr! Natürlich haben wir auch dieses Mal wieder jemanden aus London „entführt“. Gestatten?

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