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Sightseeing mal anders:
Mit dem Tuk Tuk durch Lissabon

Es gibt sie in allen Varianten: für zwei und mehr Personen, mit Elektro- oder Benzinmotor, neu und frisch lackiert oder alt und verdellt, hübsch dekoriert oder ganz schlicht und einfach. An der Tramhaltestelle Martim Moniz ist einer der Hot Spots, wenn man auf der Suche nach einem Tuk Tuk-Fahrer ist, hier wimmelt es nur so vor bunten Drei- und Mehrrädern. Meistens muss man nur fragend gucken und wird schon angesprochen. Es hilft in jedem Fall, sich vorher zu überlegen, was man sehen möchte oder für welchen Bereich der Stadt man sich eigentlich interessiert. Dann kann man auch Länge und Art der Tour besser einschätzen und wird beim Preis nicht übers Ohr gehauen.

 

Viele Tuk Tuk-Fahrer haben vorgegebene Routen, aus denen man wählen kann, nur wenige sind tatsächlich flexibel. Außerdem sollte man gleich zu Beginn darauf achten, ob man den Fahrer (gut) verstehen kann – Es nützt schließlich gar nichts, wenn man erst einmal unterwegs ist und dann stellt man fest: Mensch, der nuschelt aber ein Kauderwelsch aus Spanisch, Portugiesisch und Englisch vor sich hin. Wenn man sich mit dem Fahrer einig geworden ist (handeln nicht vergessen!), kann es auch schon losgehen.

 

Was besonders praktisch an Tuk Tuks ist: Selbst im Stau und engem Gedränge kommen sie überall durch, mit ihren Elektromotoren sind sie umweltfreundlich und, seien wir ehrlich, es ist einfach mal etwas Anderes. Es ist ein Zusatz- oder Haupteinkommen für viele Menschen in der Stadt geworden und auch wenn viele sich an den teilweise lauten Dreirädern stören, gehören sie mittlerweile zum Stadtbild einfach dazu. Wir haben eine Tour mit einem richtig tollen Guide gemacht, den wir euch am Ende des Artikels genauer vorstellen werden.

Mit dem Tuk Tuk unterwegs

Wer jetzt denkt, dass so eine Tuk Tuk-Fahrt pure Entspannung ist, den muss ich leider enttäuschen. Tuk Tuks sind klein und leicht, was aber auch bedeutet, dass man jede Straßenunebenheit auf dem Rücksitz mitbekommt und quasi um die Kurven fliegt. Autos, Busse und auch die Tram übersehen kleinere Tuk Tuks gerne, man sollte auf keinen Fall den Arm oder gar den Kopf aus dem Fenster halten. Auch muss man darauf achten, die ganze Zeit seine Habseligkeiten bei sich zu behalten – laut unserem Guide wurden schon öfter Touristen an der Ampel stehend beklaut. Bei unserem Tuk Tuk gab es für Wertsachen ein extra Staufach im Fußraum.

 

Worauf muss man sonst achten? Der Motor ist durch das offene Dach laut, der Straßenlärm tut sein übriges. Ruft eurem Fahrer ruhig zu, wenn er lauter sprechen soll – oder schnappt euch gleich einen, der mit einem Mikro arbeitet. Fragt ihn Löcher in den Bauch, dafür habt ihr schließlich bezahlt – aber glaubt gleichzeitig auch nicht alles, was er euch auftischen möchte. Manche erzählen wohl die wildesten und haarsträubendsten Geschichten in der Hoffnung auf ein großzügiges Trinkgeld.

 

Ansonsten gilt in jedem Fall „Augen auf“, wenn man über die Straße geht: Die neuen, modernen Tuk Tuks mit Elektromoter sind ähnlich den E-Autos kaum zu hören. Nicht selten ist man mal abgelenkt und wäre um ein Haar mit einem der Dreiräder kollidiert.

Unsere Tour

An unserem letzten Tag vor Ort haben wir James kennengelernt, mit dem wir sofort ins Gespräch gekommen sind. Er hat ein kleines weißes Tuk Tuk für zwei Personen, das gut in Schuss ist. Meistens findet man ihn am Bahnhof von Martim Moniz oder am Castelo de Sao Jorge. Anlässlich der Feiertage zu Ehren von Santo Antonio war sein Tuk Tuk besonders bunt geschmückt.

 

Wir waren sofort auf einer Wellenlänge. James zeigte uns verschiedene Touren und wir entschieden uns für eine, die anderthalb Stunden durch Baixa und Alfama gehen sollte, da wir die Stadtteile bis dahin vernachlässtigt hatten. James hat die Route sogar spontan angepasst, als wir ihm gesagt haben, dass wir mit HIPPOtrip schon einiges gesehen haben, was ich super nett von ihm fand. Die 65,00 Euro sollten wir am Ende der Tour bezahlen. Einsteigen, anschnallen, Kamera raus. Und schon geht’s los! 

 

Die Fahrt war ein tolles Erlebnis. James hat uns immer wieder an verschiedensten Orten rausgelassen, damit wir uns etwas ansehen können, hat tolle Fotos von und mit uns gemacht und uns zum wunderschönen Plätzchen Lady of the Hills geführt, wo man wirklich einen fantastischen Blick über ganz Lissabon bekommt. Auch der Spaziergang durch die Alfama hat sich wirklich gelohnt und uns auch ein bisschen zum Nachdenken gebracht. Mit James hatten wir den Vorteil, dass wir einen Einheimischen als Guide hatten, wir haben uns daher so gefühlt, als wären manche Dinge, die wir durch ihn erfahren haben, etwas ganz Besonderes. Fazit: Unbedingt machen!

Tuk Tuk fahren mit James

James bietet verschiedene Touren mit dem Tuk Tuk, dem Van oder zu Fuß an – auch einen Tagesausflug nach Sintra kann man bei ihm buchen. Er spricht sehr gut Englisch und versteht auch ein wenig Deutsch. Bei seinen Touren erzählt er auch viel zur Historie von Lissabon, ohne dabei trocken oder ausufernd zu werden. Beim Spaziergang durch die Alfama hat er geduldig alle unsere Fragen beantwortet – und er hatte wirklich auf alles eine Antwort! 

 

Auf seiner Facebook-Seite kann man schauen, wo er sich gerade rumtreibt – alternativ kann man ihn auch auf dem Handy anrufen und zum Hotel kommen lassen. Auch ein Tipp von James: Generell kann man jedes Tuk Tuk nehmen, dass an einem öffentlichen Platz steht. Vorsichtig sein sollte man nur bei den Fahrern, die einem aufdringlich hinterherlaufen oder einem das Gepäck abnehmen und im „Kofferraum“ verstauen wollen. Wir hören in solchen Fällen eigentlich immer auf unser Bauchgefühl und machen das davon abhängig, wie unser persönlicher erster Eindruck ist. Wenn es irgendwo grummelt, gehen wir einfach weiter und suchen eben noch ein bisschen.  

 

Informationen im Überblick

  • Telefon: +351 965 009 098
  • Standort: Castelo de Sao Jorge oder alternativ am Bahnhof Martim Moiz
  • Touren täglich von 09:00 bis 21:00 Uhr
  • Touren mit dem Van, dem Tuk Tuk oder zu Fuß
  • Preisklasse: €€
  • Facebook: facebook.com/Lisbon-Tourist-Guide

Und jetzt du: Hast du auch schon mal eine Tuk Tuk-Tour gemacht und kannst uns erzählen, wie’s war? Oder hast du vielleicht noch andere spannende Formen für’s Sightseeing in Lissabon in petto?

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