Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung für unsere Reise nach Lissabon und alles, was wir dort gesehen, gemacht und genutzt haben. Mit * gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links – wenn du darüber ein Produkt kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass der Kauf für dich teurer wird. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Metro fahren in Lissabon:
Warum sich ein Dauerticket (nicht) lohnt

Auf unserer letzten Spanien-/Portugal-Reise haben wir uns sowohl in Madrid als auch in Barcelona und Lissabon jedes mal direkt am Flughafen ein Kombiticket für die gesamte Dauer unserer Reise gekauft – und nirgendwo haben wir es so selten eingesetzt wie in Lissabon. Es lag ganz und gar nicht am Metro-Netz, denn das ist wie in jeder Großstadt, in der wir bisher waren, wirklich richtig gut ausgebaut. Man kann damit wirklich einmal quer durch die Stadt fahren, was nicht überall gegeben ist. Die vier Linien Azul, Amarela, Verde und Vermelha bieten übersichtliche Streckenabschnitte, auch genügend Umsteigestationen gibt es. Zusätzlich zur (unterirdischen) Metro gibt es ab Cais do Sodre auch noch ein Straßenbahnnetz, das zum Beispiel Richtung Belem fährt. Außerdem gehören irgendwie auch die Trams dazu, denn die LisboaCard ist beispielsweise für alle Verkehrsmittel gültig.

 

Kurzum: Es war eigentlich alles perfekt. Lissabon hat aber ein ganz anderes Problem (das eigentlich keins ist): Hier ist der Weg das Ziel. Es geht hoch und runter und ein einfacher Spaziergang kann schon mal zur großen Wanderung werden, weil man so geflasht von dem ist, was man sieht. Wir haben uns also fast ausschließlich oberirdisch aufgehalten und nur die nötigsten Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt – zum Beispiel die Strecke bis zum Torre de Belém, die wollten wir bei etwas über 30° C auf schattenloser Straße einfach nicht laufen. 

Wie sieht’s in der Metro aus?

Die Bahnhöfe sind alle unterschiedlich und die Stadt legt großen Wert auf deren künstlerische Gestaltung. Die Graffitis sind dabei kaum vergleichbar mit dem, was man aus Deutschland kennt, ganz im Gegenteil: Hier sehen sie unfassbar professionell aus und sind mit viel Liebe zum Detail angefertigt worden. Andere Bahnhöfe sind mit den klassischen Azulejos verkleidet und bilden ein buntes Mosaik aus Fliesen.

 

Mittlerweile gibt es 56 Stationen, das ganze Netz umfasst eine Strecke von ca. 46 Kilometern. Die Züge starten um 06:30 Uhr morgens, um 01:00 Uhr nachts fährt der letzte. Das Betreten und Verlassen der Bahnhöfe ist nur mit gültigem Fahrschein möglich. Kein Wunder, dass das Metronetz so beliebt ist: Lissabon ist mit knapp 550.000 Einwohnern und einer Fläche von fast 85 qkm nicht gerade klein. Trotzdem ist gerade das Stadtzentrum sehr eng gefasst. Die Straßen sind im Allgemeinen zwar ausgebaut, trotzdem herrscht dort oftmals ein Verkehrschaos mit viel Stau. Tuk Tuks nehmen Autos die Vorfahrt und andersherum. Deshalb nutzen viele Portugiesen die Tram, die dann entsprechend voll ist. Wenn man kein Problem mit Menschenmassen hat, kann man sich dem Abenteuer stellen.

Der Weg ist das Ziel

Die kurzen Strecken machen es aber auch so verlockend, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Es ist nie weit bis zur nächsten Station oder Haltestelle und unterwegs gibt es so unfassbar viel zu sehen. Beispielsweise alleine der Weg von der Avenida da Liberdade bis zum Bahnhof Rossio: Die Promenade hat ein paar tolle Grünstreifen, der Bahnhof ist von außen wirklich imposant und die Einkaufsstraßen drum herum sind auf jeden Fall einen Blick wert. All das würde man verpassen, wenn man das kurze Stück mit der Metro zurückgelegt hätte.

 

Das Rein- und Rauskommen in die Stationen gestaltet sich allerdings manchmal als abenteuerlich. Die wenigsten Stationen haben einen Aufzug, der Weg von ganz unten bis nach oben gleicht nicht selten einer Berg- und Talfahrt. Hat man einen Koffer dabei, verflucht man vor allem die vielen Treppen, die sich insbesondere an der Station Avenida manchmal bis ins Unendlich zu ziehen scheinen (Wir hatten zwei dabei. Zwei!!!). Wir haben uns vorgenommen: Beim nächsten mal reicht ein Rucksack pro Person. Dann gehen uns die Metro-Stationen auch leichter von der Hand.

Ticketmöglichkeiten im Überblick

Kinder unter 5 Jahren fahren frei, bis 11 Jahre gilt der Kindertarif.

Einzelfahrten
1,45 EUR, 1 Stunde nach erstem Abstempeln gültig

Tagesticket
6,30 EUR, 24 Stunden nach erstem Abstempeln gültig

Lisboa Card
24 Stunden: 19,00 EUR Erwachsene, 12,00 EUR Kinder
48 Stunden: 32,00 EUR Erwachsene, 18,00 EUR Kinder
72 Stunden: 40,00 EUR Erwachsene, 21,00 EUR Kinder

Viva Viagem
Aufladung mit bis zu 15,00 EUR, Einzelfahrt reduziert sich auf ca. 1,30 EUR

Und jetzt du: Bist du schon mal mit der Lissabon Metro unterwegs gewesen? Welche Station ist dir besonders im Gedächtnis geblieben? Oder hast du gar nicht so sehr auf die kunstvollen Verzierungen mit Azulejos geachtet?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Reisetipps für deinen nächsten Trip:

Unsere Packliste

Unsere Packliste ist eine auf Microsoft Excel basierende Tabellenkalkulation, die dir anhand von wenigen Angaben automatisch deine Packliste für die Dauer deiner Reise zusammenstellt. Jetzt ausprobieren!

Zum Newsletter anmelden