Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung für unsere Reise nach Lissabon und alles, was wir dort gesehen, gemacht und genutzt haben. Mit * gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links – wenn du darüber ein Produkt kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass der Kauf für dich teurer wird. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Unser Reisetagebuch: Tag 1 in Lissabon
Ankunft in der Stadt der sieben Hügel

Es ist Nachmittag, als wir mit dem Flieger von Barcelona Richtung Portugal aufbrechen. Der Flug dauert nur rund eine Stunde und ist damit der kürzeste von allen – trotzdem genießen wir ihn ausnahmsweise sehr, sogar ich, obwohl ich fliegen bis dato eigentlich nicht wirklich mochte, denn es gibt keine Turbulenzen und wir haben überraschend viel Beinfreiheit in der Touristenklasse. Wir nehmen allerdings offensichtlich irgendeinen spanischen oder portugiesischen Prominenten mit: Der vordere Bereich ist durch Vorhänge abgetrennt und als der ältere Herr eintritt, geht auf einmal großes Klatschen los – wir haben ihn nicht erkannt.

 

Um 17:50 Uhr Ortszeit landen wir in Lissabon, es ist Anfang Juni und angenehm warm, aber nicht heiß. Der Flughafen ist voll und wuselig, aber sauber und modern. Wir folgen der Menschentraube, irgendwer wird schon wissen, wohin es geht. Als wir unsere Koffer abholen, ärgern wir uns beide, dass wir nicht nur mit Handgepäck gereist sind: es ist einfach viel zu viel, was wir für die drei Wochen eingepackt haben.

 

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Metro, besorgen uns unterwegs noch die Lisboa Card für vier Tage und ein bisschen Wasser, dann schleppen wir die überdimensionierten Koffer Richtung Bahnsteig. Nach nicht einmal fünf Minuten kommt schon die nächste Tram Richtung Stadt. Sie ist leer und wird auch nicht viel voller, bis wir Rossio erreicht haben.

Die Sache mit den Koffern

Wir steigen einmal um und steigen dann an der Haltestelle Avenida aus. Unser Hotel ist angeblich nur einen Katzensprung entfernt. Wieder verfluchen wir die Koffer: Es gibt keinen Aufzug, dafür aber unfassbar viele Treppen und Steigungen. Gefühlt sind wir einen halben Kilometer unter der Erde und Thomas muss mehrfach hoch und wieder runter laufen, um erst seinen und dann meinen Koffer wieder ans Tageslicht zu befördern. Ich schwöre: Nie wieder Koffer!

 

Die Avenida da Liberdade ist eine sehr breite Straße mit hoch aufragenden Bäumen rechts und links. Laut Reiseführer ist es die Straße mit den teuersten Geschäften in ganz Lissabon. Das können wir nur bestätigen: Schon nach wenigen Metern laufen wir an kleinen Boutiquen der ganz großen Luxusmarken vorbei, eine davon reiht sich neben die nächste.

 

Bis zu unserer Unterkunft ist es wirklich nicht weit, aber steil. Wir lernen schnell: In Lissabon geht’s entweder rauf oder runter oder beides, aber nur selten ebenerdig geradeaus. Wir ziehen also die Koffer die Anhöhe rauf und suchen unser Hotel. Es dauert eine Weile, denn es gibt keine wirklich große Beschilderung, schließlich finden wir das Lisbon Terrace Suites aber anhand der Hausnummer.

Die Unterkunft: Albtraum oder annehmbar?

Diese Frage stellen wir uns jedes Mal, wenn ich eine Unterkunft betrete – und sogar noch ein zweites Mal, wenn es dann in die Zimmer geht. Das Lisbon Terrace Suites macht keinen guten ersten Eindruck: Das Guesthouse befindet sich ganz oben in einem normalen Wohnhaus, das Erdgeschoss ist kahl, aber sauber und der Aufzug ist so ein altes Ding, wo man das Gefühl hat, er kracht gleich mit dir und deinem Gepäck direkt in den Keller.

 

Kaum sind wir aber oben angekommen, staunen wir nicht schlecht: Wir werden sehr freundlich in Empfang genommen, die Rezeptionistin zeigt uns alles persönlich: Der kleine Frühstücksraum, einen Aufenthaltsraum und dann das Highlight: Die Dachterrasse.

 

Leute, mir ist der Mund aufgeklappt und nicht mehr zugegangen. Die Terrasse macht seinem Namen alle Ehre, ich hab mir schon vorgestellt, wie ich hier Abend um Abend sitze um die Berichte zu schreiben (haben wir nicht gemacht) und ein leckeres Bier aus dem Supermarkt gegenüber schlürfe (haben wir nur einmal gemacht). Es war wirklich ein Traum.

 

Ähnlich gut war der Eindruck von unserem Heim für die nächsten vier Nächte. So ein liebevoll eingerichtetes und sauberes Zimmer hat man selten. Technisch auf dem neuesten Stand und mit einwandfreiem W-LAN ausgestattet, steht auch dem Bloggen nichts im Wege. Dafür eine eins mit Sternchen! Unseren ausführlichen Bericht über das Lisbon Terrace Suites findest du übrigens auch hier.

Der erste Abend

Kurz unter die Dusche, umziehen und dann auch schon los: Wir wollen doch Lissabon sehen! Mittlerweile ist es fast neun Uhr abends und wir haben Schiss, dass wir nichts mehr zu Essen bekommen. Von der Rezeptionistin bekommen wir den Tipp, im Casa do Alentejo in der Rua Augusta zu essen, also machen wir uns dahin.

 

Draußen geht es endlich mal bergab. Dass wir nach dem Essen dafür bergauf laufen müssen, blende ich einfach aus. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Gebäuden, die Straßenbeleuchtung springt an. Es ist ein schönes, warmes Bild, das sich uns bietet und ich bin wirklich gespannt, was wir in den nächsten Tagen alles entdecken. Jetzt knurrt uns aber erst mal der Magen.

 

Die Rua Augusta ist genau wie andere mit Restaurants gesäumte Straßen in südlichen Ländern: Es gibt zahllose Bars, Kneipen und Cafés und davor stehen gutaussehende, junge Typen, die einen hineinziehen möchten. Die meisten Restaurants sehen gut aus, trotzdem folgen wir unserer Empfehlung. Die wir fast übersehen hätten, weil auch das Casa do Alentejo von außen so gar nichts mit einem Restaurant zu tun hat. Von innen übrigens auch im ersten Moment nicht unbedingt.

Einheimische Küche schon am ersten Abend

Kaum steht man drin, haben wir das Gefühl, eher in einer Kirche als in einem Restaurant zu sein. Es ist ruhig, obwohl wir von irgendwo her Gelächter hören. Es gibt zum Glück Schilder, in dem Haus befinden sich neben dem Restaurant auch noch eine Kneipe und ein Café, aber wir schaffen es ganz ohne Hilfe ins Restaurant. Binnen zwei Minuten haben wir einen Platz in einem übervollen großen Raum, wo sich die Portugiesen angeregt unterhalten.

 

Portugiesen? Jawohl. Es scheint sich um ein einheimisches Restaurant zu halten, denn wir sind die einzigen Touristen. Die Speisekarte gibt es nur auf Portugiesisch, sodass wir tatsächlich ziemlich blind bestellen. Was rauskommt, ist zum Glück echt lecker, obwohl wir bis heute nur die Muschelnauf meinem Teller einwandfrei als solche identifizieren konnten.

 

Wir kommen mit einer Gruppe am Nebentisch ins Gespräch, es ist ein Kauderwelsch aus Englisch, Portugiesisch, Händen und Füßen, aber wir haben Spaß und trinken gemeinsam ein Bier. Sie erzählen uns ein bisschen über die Stadt und was wir uns unbedingt ansehen müssen. Es ist wirklich lustig, leider habe ich bis heute keine Ahnung, wie die netten Menschen heißen oder woher sie kamen.

Auf dem Rückweg zum Hotel holen wir uns noch ein paar Flaschen Wasser und gehen dann direkt auf die Dachterrasse. Die Sonne ist längst untergegangen, aber selbst im Dunkeln ist Lissabon wirklich wunderschön. Auf den wirklich bequemen Loungemöbeln schmökern wir in unserem Reiseführer und überlegen, was wir in den nächsten Tagen so alles machen möchten. Wir gehen erst weit nach Mitternacht ins Bett und schlafen sofort ein.

 

Und jetzt du: Warst du schon mal in Lissabon oder möchtest du gerne mal dorthin? Was reizt dich an der Stadt? Oder war es wie bei uns, dass so ziemlich jeder gesagt hat, die Stadt wäre wunderschön, obwohl er oder sie noch nie da war?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Reisetipps für deinen nächsten Trip:

Unsere Packliste

Unsere Packliste ist eine auf Microsoft Excel basierende Tabellenkalkulation, die dir anhand von wenigen Angaben automatisch deine Packliste für die Dauer deiner Reise zusammenstellt. Jetzt ausprobieren!

Zum Newsletter anmelden