Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung für unsere Reise nach Lissabon und alles, was wir dort gesehen, gemacht und genutzt haben. Mit * gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links – wenn du darüber ein Produkt kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass der Kauf für dich teurer wird. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Unser Reisetagebuch: Tag 5 in Lissabon
Diese verdammten Koffer

Warum ist bloß der nächste Tag immer wieder so schnell da? Die Zeit zwischen Reiseplanung und Abreise vergeht manchmal kaum, während die Reisezeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug rumgeht. Wir haben uns Wecker gestellt, die wir natürlich geflissentlich überhört haben, also bleibt nur Zeit für eine Katzenwäsche vor dem unglaublich kurzen Frühstück. Obwohl das Zimmer nicht groß ist und es nur eine kleine Kommode und keinen Kleiderschrank gibt, hab ich trotzdem das Gefühl, dass ich meinen kompletten Kofferinhalt irgendwie in dem Raum verteilt habe.

 

Warum haben wir so viel mitgenommen? Weil wir von unserer letzten Station direkt in den Strandurlaub fliegen? Aber dafür brauche ich doch nur einen Bikini, was soll der ganze Rest? Ich hätte mir vorher definitiv ein paar Tipps zum Packen ansehen sollen. Immerhin etwas, das wir auf dieser Reise gelernt haben!

 

Thomas geht’s übrigens nicht besser. Weil er weniger Klamotten eingepackt hat, hat er noch Platz für meine Bücher. Ich besitze auch einen eBook-Reader (und habe ihn auch dabei), warum habe ich also noch mal so viele Bücher eingepackt…? Egal, nicht drüber nachdenken, sondern schleunigst alles zusammenpacken und schauen, dass die Koffer ungefähr gleichschwer sind. Ohne Kofferwaage eine Herausforderung, aber gegen halb elf können wir schließlich auschecken. 

Santo Antonio macht uns einen Strich durch die Rechnung

Unsere fast schon in der Ecke verstaubte Metrokarte soll mal wieder zum Einsatz kommen, deshalb schleppen wir unsere Koffer wieder Richtung Bahnstation Avenida. Bergab ist es mit dem Koffer übrigens kein bisschen leichter als bergauf, nur so als Information. Ich muss mich mit meinem ganzen Körper dagegenlehnen, um auf dem rutschigen Boden nicht gleich einen Freiflug hinzulegen.

 

Auf der Avenida herrscht reges Treiben. Die Straße wird rechts und links abgesperrt, Tribünen werden aufgestellt und Dixiklos verteilt. James hat uns gestern erzählt, das morgen die richtigen Feierlichkeiten zu Ehren von Santo Antonio anfangen, es wird quasi drei Tage lang durchgefiert, etwas, was wir gerne gesehen hätten. Alles erstrahlt in bunten Farben, wir können uns schon vorstellen, wie das alles im Sonnenuntergang aussehen wird. So müssen wir uns aber leider beeilen und unsere Metro kriegen. Beim nächsten Mal.

 

An der Station angekommen, gucken wir ziemlich doof in die Röhre: Der Eingang ist zu. Keiner kommt rein, keiner raus. Weil wir nicht auf den Kopf gefallen sind, gehen wir weiter zum Haupteingang, aber auch da stehen wir vor verschlossener Türe. Wir fragen einen Polizisten danach, was denn los ist und er klärt uns darüber auf, dass die Metro wegen der Feierlichkeiten nur an einigen ausgewählten Stationen fährt. Avenida gehört nicht dazu. Zähneknirschend schleppen wir unsere Koffer zum Taxistand und fahren den überraschend kurzen Weg zum Flughafen. Unser Taxifahrer ist gesprächig und erzählt uns einiges über Santo Antonio – wieder wissen wir nicht, wie viele von den Legenden um ihn wirklich wahr sind, aber es war eine lustige Fahrt. Und gar nicht so teuer wie erwartet.

In den nächsten Flieger

Am Flughafen angekommen, sind wir ziemlich wehmütig. Als erstes geben wir unsere Koffer auf und besorgen uns einen Sitzplatz in einem der Restaurants. Immerhin gibt es genug Platz für unsere Laptops und es ist halbwegs bequem. Während wir schon mal die ersten Fotos sichten und die Inhalte für unsere Reisetipps zusammenstellen, wird mir ganz schlecht. Ich freue mich zwar auf unser nächstes Ziel, habe aber das unbändige Gefühl, dass ich nicht mehr viel schöneres als Lissabon sehen werde. Total theatralisch, das weiß ich, aber diese Stadt hat mich geflasht. Wir sind nahezu ohne Erwartungen hergekommen und die Stadt hat uns überrascht. Auf die angenehmste Art und Weise.

 

Aber mir gehen ganz andere Dinge durch den Kopf. Wir stecken beide in nicht ganz normalen Jobs, machen viele Überstunden und haben unter der Woche generell wenig Zeit dafür, noch irgendwas zu machen was über Haushalt und bloggen hinausgeht. Mit dreißig Urlaubstagen im Jahr macht man nicht viel, die Mieten in Deutschland sind bekanntermaßen teuer. In solchen Momenten schaue ich immer neidisch auf die Seiten von digitalen Nomaden, die einfach überall leben und arbeiten können. Ganz kurz wird mir das Herzchen schwer, dann geht’s wieder. Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen – Madrid wartet!

Was wir gesehen haben

In vier Tagen kann man sich eine Menge von Lissabon ansehen, aber gleichzeitig ist es doch nur ein Bruchteil von dem, was diese Stadt bietet. Wir waren weder langsam unterwegs noch haben wir in den Tag hineingebummelt, trotzdem gibt es noch so vieles, das wir nicht gemacht haben (und gern gemacht hätten). Keine Frage: Wir kommen wieder. Bald!

 

Was wir nicht mehr gesehen haben

Wir waren zum Beispiel nicht im Ausgehviertel Bairro Alto. Wir haben die LX Factory nicht mehr besucht und außerdem auch nie einen Abend gefeiert. Keinen der Flohmärkte besucht und auch nie einfach so tagsüber lange und entspannt in einem Café gesessen. Der Friedhof Cemitério dos Prazeres stand eigentlich auch auf unserer Liste. Das Aqueduto das Águas Livres haben wir nicht geschafft, eine Street Art Tour war zeitlich einfach nicht drin, die Stadionführung hat nicht mehr geklappt, wir waren nicht in einer Fado Bar und unsere Pastels de Nata waren nicht aus Belém. In Sintra konnten wir uns nicht einmal die Hälfte ansehen, die Rundfahrt mit der Tram 28E hat auch nicht geklappt.

Trotzdem ist es schon jetzt die schönste Reise, die wir je gemacht haben.

Und jetzt du: Was hast du in Lissabon alles (nicht) gesehen? Hat dich die Stadt auch so umgehauen wie uns oder eher nicht so? Erzähl uns mal von deinen Erfahrungen, wir sind doch so neugierig!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Reisetipps für deinen nächsten Trip:

Unsere Packliste

Unsere Packliste ist eine auf Microsoft Excel basierende Tabellenkalkulation, die dir anhand von wenigen Angaben automatisch deine Packliste für die Dauer deiner Reise zusammenstellt. Jetzt ausprobieren!

Zum Newsletter anmelden