Bergen

Norwegen

Bergen war eine sehr spontane Eingebung, als wir uns überlegt haben, wo wir die Weihnachtsfeiertage 2018 verbringen wollen. Es war das erste Mal für uns, Weihnachten nicht mit der Familie zu verbringen, deshalb sollte es etwas ganz Besonderes sein: Kalt, gerne Schnee, ein bisschen Natur, aber auch eine Stadt, die wir uns in Ruhe ansehen konnten. Dass Norwegen nicht gerade das günstigste Land wird, war uns schon vorher klar – umso überraschter waren wir, als wir ein passabel aussehendes Hotel gefunden haben, das kein Vermögen kostet. Details dazu findet ihr im Bereich „Anreise & Unterkunft“.

Große Erwartungen oder vorher recherchiert hatten wir nicht. Wir kannten von Bildern her die klassische Silhouette der Stadt, aber das war es auch schon. Umso mehr hat es uns überrascht, dass die Stadt selber so nah an den Bergen gelegen ist und wir diese fußläufig erreichen und  auch erklimmen konnten. Es war das erste Mal richtiges Wandern für mich – Thomas war früher schon ein paar Mal in Österreich und kannte diese querfeldein-Wege schon. Für mich war es etwas vollkommen Neues. Gerade das Wandern bei vollkommen unplanbarem Wetter hat Bergen für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht! Damit ihr euren Trip nach Bergen optimal planen könnt, haben wir hier unser geballtes Bergen-Wissen für euch zusammengestellt. Viel Spaß beim Stöbern!

Dieser Guide wurde im September 2019 zuletzt aktualisiert.

Klima in Bergen

Bergen gehört zu den regenreichsten Städten in Europa, was die Anzahl der Regentage angeht. Erstaunlicherweise hatten wir dafür sehr viel Glück: In den 9 Tagen, die wir dort waren, haben wir tatsächlich einige Sonnentage genießen dürfen und maximal Nieselregen aushalten müssen. Mit der richtigen Kleidung ist das aus unserer Sicht aber auch gar kein Problem. 

Was man bei Bergen wissen sollte: Auch hier gibt es im Winter nur sehr kurze Tage, im Sommer dafür recht lange. Im Dezember war es so, dass die Sonne gegen halb zehn morgens aufging und gegen 15:30 Uhr schon wieder untergegangen ist. Das ist insofern wichtig zu wissen, als das man sich bei Ausflügen in die Berge darauf einstellen muss, damit man nicht im Dunkeln den Rückweg antreten muss. Wir sind einfach immer sehr zeitig losgegangen und haben die Nachmittage dann in der Stadt verbracht. Schon strange, wenn man dann um 16:00 Uhr in völliger Abendstimmung durch die Straßen geht. Man muss es tatsächlich einfach mal erleben!

Lufttemperaturen

Niederschlagsmenge

Sonnenstunden

Regentage

Einreise & Zoll

Die Einreise von einem EU-Land nach Norwegen unterliegt keinen besonderen Bestimmungen. Alleinreisende Minderjährige mit Personalausweis müssen zusätzlich eine elterliche Erlaubnis mitführen und diese auf Verlangen vorzeigen. Möchtet ihr euer Haustier mit nach Norwegen nehmen, muss das Tier in Begleitung des Halters oder eines berechtigten Vertreters reisen, es muss ordentlich identifizierbar sein (z.B. Tätowierung oder Mikrochip) und einen Ausweis (EU-Heimtierausweis) mitführen. Darüberhinaus muss das Tier zum Reisezeitpunkt gegen Tollwut geimpft sein und bis 24 Stunden vor der Einreise gegen Bandwurmbefall behandelt worden sein. Bis zu fünf Tiere dürfen maximal pro Person mitgeführt werden. Zusätzlich gibt es einige Hunderassen, die nicht nach Norwegen eingeführt werden – eine vollständige Liste gibt es hier.

Reisedokumente

Personalausweis:
Reicht aus zur Einreise

Reisepass:
Nicht notwendig, wenn ein gültiger Personalausweis mitgeführt wird

Führerschein:
Der deutsche Führerschein ist ausreichend

Ein- und Ausfuhr von Waren

Die norwegischen Zollbestimmungen sind sehr streng, es gibt eine Reihe von Auflagen, die zu beachten sind, wenn man Waren ein- oder ausführen möchte. Einen ersten Überblick bietet die Website vom Auswärtigen Amt, detaillierter kann man sich (auf Englisch) direkt beim Zoll Norwegen informieren.

» Zum Auswärtigen Amt
» Zur Website vom norwegischen Zoll

Währung & Preise

Dass Bergen keine besonders günstige Angelegenheit werden würde, war uns klar. Trotzdem war es nicht so schlimm, wie wir es vermutet haben. Anreise und Unterkunft waren vergleichsweise günstig, das Essen hat etwas reingehauen. Essen gehen lag durchschnittlich bei 70,00 bis 80,00 € im Restaurant. Durch den Wasserkocher auf dem Zimmer und wirklich erstaunlich leckere Müsliriegel aus dem Supermarkt konnten wir etwas Geld einsparen. Im Vergleich dazu waren Sightseeing und Aktivitäten relativ günstig.

In Norwegen bezahlt man mit Norwegischen Kronen (NOK), der Umrechnungskurs liegt bei etwa 10,09 NOK für einen Euro (Stand: November 2019). Das lässt den Puls bei einem Blick in die Speisekarten schon mal hochschnellen, da so gut wie alle Preise in 100er oder sogar 1.000er Bereichen angegeben sind. Im Vorfeld haben wir bei unserer Hausbank Euro gegen NOK getauscht und sind mit etwa 300,00 € losgeflogen. Es gab allerdings so viele Geldautomaten, dass wir problemlos jederzeit an Bargeld gekommen wären – was aber gar nicht nötig ist, da man überall mit Karte zahlen kann, selbst beim Bäcker oder in kleineren Läden.

Telefonieren & Surfen

Seit 15. Juni 2017 kann man in der EU zum gleichen Preis wie zu Hause surfen, simsen und telefonieren. Euer Tarif läuft einfach wie abgeschlossen weiter, vollkommen egal ob ih einen Vertrag oder eine Prepaid-Karte habt. Norwegen gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die ebenfalls zur Roaming-Zone gehören, sodass ihr euch hier keine Gedanken machen müsst. Unter Umständen habt ihr im Ausland keinen so guten Empfang wie zuhause, weil z.B. euer Anbieter dort über keine gute Netzabdeckung verfügt. In dem Fall lohnt es sich darüber nachzudenken, eine örtliche Prepaid-SIM Karte zu kaufen. Die gängigsten Anbieter, die auch über eine gute Netzabdeckung verfügen, sind:

 Anbieter Leistung Grundpreis Preis für Datenvolumen
 Telenor Hello! Prepaid-SIM Karte keiner
  • 1 GB Datenvolumen für 100,- NOK (ca. 9,91 €)
  • 10 GB Datenvolumen für 250,- NOK (ca. 24,76 €)
 Chilimobil Prepaid-SIM Karte keiner
  • 3 GB Datenvolumen für 149,- NOK (ca. 14,76 €)
  • 6 GB Datenvolumen für 219,- NOK (ca. 21,69 €)
  • 10 GB Datenvolumen für 299,- NOK (ca. 29,62 €)
 Telia Prepaid-SIM Karte mit Startguthaben 99,- NOK (ca. 9,81 €) inklusive 250 MB Daten-volumen
  • 1 GB Datenvolumen für 199,- NOK (ca. 19,71 €)
  • 3 GB Datenvolumen für 299,- NOK (ca. 29,62 €)
  • 6 GB Datenvolumen für 399,- NOK (ca. 39,52 €)

Telenor Hello!

Leistung:
Prepaid-SIM Karte

Grundpreis:
keiner

Preis für Datenvolumen:

  • 1 GB Datenvolumen für 100,- NOK (ca. 9,91 €)
  • 10 GB Datenvolumen für 250,- NOK (ca. 24,76 €)

Chilimobil

Leistung:
Prepaid-SIM Karte

Grundpreis:
keiner

Preis für Datenvolumen:

  • 3 GB Datenvolumen für 149,- NOK (ca. 14,76 €)
  • 6 GB Datenvolumen für 219,- NOK (ca. 21,69 €)
  • 10 GB Datenvolumen für 299,- NOK (ca. 29,62 €)

Telia

Leistung:
Prepaid-SIM Karte mit Startguthaben

Grundpreis:
99,- NOK (ca. 9,81 €) inklusive 250 MB Datenvolumen

Preis für Datenvolumen:

  • 1 GB Datenvolumen für 199,- NOK (ca. 19,71 €)
  • 3 GB Datenvolumen für 299,- NOK (ca. 29,62 €)
  • 6 GB Datenvolumen für 399,- NOK (ca. 39,52 €)

Tipp: Travel WiFi Hotspot

Der Travel WiFi Hotspot von Huawai löst regelmäßig unsere Internetprobleme auf Reisen. Einfach eine Prepaid SIM-Karte mit Datenvolumen aus dem jeweiligen Land einlegen und schon könnt ihr zu Landeskonditionen lossurfen. Damit lässt sich im Vergleich zum eigenen Tarif aus Deutschland gerade im Ausland außerhalb der EU einiges sparen!

» Zum Travel WiFi Hotspot von Huawai

Einkaufen & Essen gehen

Die Verpflegung in Bergen war für uns eine Mischung aus Restaurantbesuchen und Gerichten aus dem Wasserkocher, also Nudelterrinen und ähnliches, die wir im heimischen Supermarkt gekauft haben. Diese Zweiteilung rührt einerseits daher, dass Lebensmittel in Norwegen sehr teuer sind und andererseits, dass über Heiligabend und den ersten Weihnachtstag die meisten Restaurants geschlossen sind. Aber: Improvisieren geht über studieren, oder so. Von der Küche gibt es in Norwegen viel Seafood und Fisch aller Art, aber auch moderne Küche. Wir sind überall satt geworden, die Portionen waren ordentlich.

Unsere Kosten

Bergen war sicherlich nicht die günstigste Reise, die wir je gemacht haben, aber das war uns klar. Der durchschnittliche Tagespreis lag bei rund 235,37 €, ein Großteil davon lag am wirklich teuren Essen. Die Kosten für unsere Reise nach Bergen im Dezember 2018 (10 Tage / 9 Nächte) beliefen sich auf:

 Anreise: 424,49 €
 Unterkunft: 675,18 €
 ÖPNV: 46,09 €
 Verpflegung: 976,28 €
 Ausflüge: 112,77 €
 Gesamtkosten: 2.353,72 €

 

Tipp: Die richtige Kreditkarte auf Reisen

Ihr seid auf der Suche nach einer Kreditkarte, die zu eurem Leben und euren Reisegewohnheiten passt? Dann ist es wichtig, dass ihr euch vorher überlegt, was eure Kreditkarte abdecken soll und wo ihr sie einsetzen möchtet. Die beliebtesten Modelle sind die von der Santander und von der DKB.

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Sprache & Sicherheit

In Bergen wird Norwegisch gesprochen. Auf Englisch kann man sich hier aber auch ganz hervorragend verständigen, egal ob in der Unterkunft, im Restaurant oder bei Sightseeing-Touren. Wir haben uns zu keiner Zeit Sorgen gemacht, sprachlich nicht weiterzukommen. An der Touristeninformation mitten in der Stadt gab es auch einige Flyer und Unterlagen auf Deutsch, wer sich also kulturell oder über Sehenswürdigkeiten informieren möchte, für den ist das die erste Anlaufstelle in Bergen.

Wir haben uns in Bergen zu keiner Zeit unsicher oder unwohl gefühlt. Selbst von der üblichen Straßenkriminalität, vor der eigentlich immer gewarnt wird, haben wir nichts mitbekommen. Zum ersten Mal war es auch so, dass wir nicht ständig irgendwelche Polizeisirenen um uns gehört haben. Die einzige komische Situation war auf dem Weihnachtsmarkt: Der wurde am letzten Tag abgebaut und der Abbau wurde von der Polizei beaufsichtigt. Zuerst dachten wir, er wird aus anderen Gründen geschlossen, weil wir uns dieses Aufgebot nicht erklären konnten. Tatsächlich haben die Polizisten aber nur darauf geachtet, dass sich niemand während der Abbauarbeiten verletzen kann, weil er z.B. von einem Gerüst getroffen wird. Also alles kein Problem.

Sicherheit unterwegs

Damit ihr euch unterwegs ganz auf eure Reise konzentrieren könnt und euch nicht mit dem leidigen Thema Diebstahl beschäftigen müsst, haben wir hier einige praktische Dinge aus unserer Equipmentliste für euch:

» Bauchtasche mit RFID Blocker
» Wasser- und feuerfeste Dokumententasche
» Wasserdichter Rucksackschutz
» Karabinerhaken mit Drehverschluss

Sicherheit in der Unterkunft

In der Unterkunft solltet ihr euch zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben fühlen. Wenn ihr aber mal in einem Hostel mit Mehrbettzimmer gelandet seid oder die Gegend rund um eure Unterkunft (noch) nicht einschätzen könnt, hilft es, das Equipment noch mal extra zu sichern – vor allem, wenn es keinen Safe im Zimmer gibt. Dafür nutzen wir:

» Pacsafe
» Zahlenschloss
» Wiederverwendbare Kabelbinder

Notrufnummern

Polizei:
112

Feuerwehr:
113

Bergrettung:
112

R-Gespräche nach Deutschland von öffentlichen Telefonen: 900 99 00 49

Deutsches Konsulat

Deutsches Konsulat in Bergen
Nils B. Rokne

Telefon: +47 48 38 97 55
E-Mail: bergen@hk-diplo.de

Adresse:
Solheimsgaten 15, 5058 Bergen

Öffnungszeiten und Termine:
Nur nach vorheriger Vereinbarung

Tipp: Sprachkurs bei Babbel

Um euch optimal auf eure Reise vorzubereiten, könnt ihr einen kleinen Sprach-Crashkurs machen, der euch zumindest die Basics ausreichend vermittelt und euch nicht das Gefühl gibt, vollkommen aufgeschmissen zu sein. Die Kurse von Babbel gibt es in verschiedenen Stufen (mit und ohne Vorwissen) und zu verschiedenen Konditionen – da ist bestimmt auch für euch das richtige Modell dabei!

» Jetzt Sprachkurs auf Babbel starten!

Anreise

Wir sind mit KLM über Amsterdam nach Bergen geflogen, eine Direktverbindung von Düsseldorf aus gab es nicht. Von München aus gibt es eine Nonstop-Verbindung, allerdings erschien es uns sinnfrei, zunächst nach München zu fahren, wenn doch Amsterdam quasi um die Ecke ist. Mit KLM hat jedenfalls alles gut geklappt. Die Cityhopper-Flugzeuge sind schön klein, im Flugpreis waren ein Keks und Wasser inbegriffen, aber der Flug dauert ja auch nicht besonders lang.

Um vom Flughafen Bergen in die Stadt zu kommen, kann man entweder den Bus oder die Bahn nehmen. Die Bybanen fährt unter der Woche im 10 Minuten Takt vom Flughafen in die Stadt, unterwegs gibt es noch einige andere Stationen. Jede Stationsansage hat eine eigene Musik, wer sich die Namen der Haltestellen nicht merken kann, muss sich also nur auf die Melodie konzentrieren. Insgesamt braucht die Bybanen ca. 45 Minuten vom Flughafen in die Stadt und kostet für eine einfache Fahrt 37,- NOK (ca. 3,67 €).

Die andere Variante ist der Flybuss, der nur etwa 25 Minuten in die Stadt braucht, dafür aber deutlich teurer ist: Hin- und zurück zum Flughafen kostet er pro Person 195,- NOK (ca. 19,32 €). Wer etwas Zeit mitbringt, kann also mit der Bahn einiges an Geld sparen.

Anreisemöglichkeiten

Mit dem Flugzeug:
Flughafen Bergen

Mit dem Zug:
Bergen Stasjon
Bergen Trengereid

Mit der Fähre von:
Stavanger
Rosendal
Flesland
Aurland
Flåm
Florø

Günstig nach Bergen

Zum Flughafen Bergen könnt ihr von vielen deutschen Städten aus günstig fliegen – von dort aus kommst du mit der Bahn sehr schnell direkt in die Stadt. Günstige Verbindungen findet ihr hier:

» Zu Momondo
» Zu Skyscanner

Wer sich schon in Norwegen befindet, kann von einigen Orten aus teilweise sehr günstig mit der Fähre nach Bergen reisen. Eine komplette Übersicht über alle Abfahrten nach Bergen bietet die Seite Direct Ferries.

» Zu Direct Ferries

Unterkunft

Unser Hotel für Bergen war schnell gefunden: Es war das günstigste für den Zeitraum unserer Reise. Da die Preise exorbitant hoch waren, hatten wir nicht viel Auswahl – warum wir uns keine Ferienwohnung oder ein Zimmer über AirBnb gesucht haben, erschließt sich uns auch nicht so richtig, aber nun sind wir halt im Basic Hotel Bergen gelandet. Von der Lage her hatten wir noch nie eine Unterkunft, die so zentral lag: Wenn wir aus der Tür raus sind, haben wir den Supermarkt, ein Seven Eleven und diverse Cafés und Restaurants direkt vor der Nase. Der einzige Nachteil war Heidis Beer Bar, die unten im Hotel lag. Hier wurde jeden Tag (außer an Heiligabend) jeden Tag bis 3 Uhr morgens Party gemacht. Ich habe einen tiefen Schlaf, aber Thomas brauchte Oropax. 

Über das Hotel

Das Basic Hotel Bergen hat 43 Zimmer auf 5 Stockwerken. Wir waren ganz oben, weiter unten hört man die Musik aus Heidis Beer Bar laut einigen Rezensionen wohl doch sehr stark. Das Zimmer war sauber und ausreichend groß, neben Bett, Schrank und Schreibtisch gibt es auch einen Kühlschrank und einen Wasserkocher. Im Badezimmer konnte man die Heizung richtig schön aufdrehen, sodass die nassen Wanderklamotten immer in Windeseile getrocknet sind. Der WLAN Empfang war gut und über den Fernseher konnte man auch auf deutsche Mediatheken zugreifen. Zimmerservice während seines Aufenthalts musste man separat vor Ort dazubuchen, haben wir aber nicht gemacht, da wir ohnehin nicht wirklich viel im Zimmer waren. 

Die Lage

Von der Lage her ist das Basic Hotel Bergen unschlagbar. Nur 400 Meter bis ins Stadtzentrum, Wasser in direkter Nähe, Bars und Cafés um einen herum. Für uns war es die ideale Ausgangslage für Wanderungen, Stadtbummel und alles andere. Selbst die Bahnstation ist direkt um die Ecke, sodass wir uns weder bei der An- noch bei der Abreise lange mit dem Gepäck abmühen mussten. Daher brauchten wir hier übrigens auch keine Karte für den ÖPNV, weil wir tatsächlich so gut wie alles fußläufig erreichen konnten.

In aller Kürze

  • Eigenes Badezimmer
  • Flachbild TV
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Handtücher und Bettwäsche
  • Kostenloses WLAN
  • Föhn
  • Fahrstuhl in die oberen Etagen
  • Kostenloses Shampoo und Seife

Kosten für 10 Tage / 9 Nächte: 675,18 €

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Mobilität vor Ort

In Bergen braucht man eigentlich nur seine Füße, um von A nach B zu kommen. Die Stadt kann man bequem an zwei, drei Tagen erkunden, ohne dass man weit laufen müsste. Wer Lust auf Shopping hat, sollte dem Shopping Center in Lagunen („Lagunen Storsenter“) einen Besuch abstatten. Neben den bekannten internationalen Marken gibt es hier auch ein paar schöne, kleine Boutiquen mit individuellen Klamotten, Taschen und Accessoires. Wir waren übrigens dort, weil wir auf der Suche nach der Bergen-Gummiente waren. Sind aber leider nicht wirklich fündig geworden.

Wer nicht so mobil ist, den erwartet in Bergen ein sehr gut ausgebautes und überwiegend barrierefreies Bahnnetz, die Bybanen. Auch die Busse der Stadt sind darauf ausgerichtet, Rollstuhlfahrer mitzunehmen; wir haben während unserer Zeit vor Ort mehrmals gesehen, wie unkompliziert das gehen kann (und uns immer wieder gefragt, warum das in Deutschland so eine Herausforderung sein muss…). Darüberhinaus gibt es für zwei der sieben Hausberge der Stadt auch Lifte, die nach oben führen: Die Fløibanen für den Fløyen und die Seilbahn für den Ulriken. Mehr dazu findest du im Bereich „Wandern“.

Taxi fahren

In Bergen verkehrt das älteste und traditionsreichste Taxiunternehmen „Bergen Taxi“, die man überall mit der Rufnummer 07000 erreicht. Seit mehr als 100 Jahren befördert das Unternehmen schon Personen von A nach B. Mittlerweile gibt es auch eine kostenlose App, über die man bequem (auch als Besitzer einer nicht-norwegischen Handynummer) ein Taxi von Bergen Taxi rufen kann.

Bergen Taxi kann man darüberhinaus auch für ganz private Sightseeing-Touren durch die Stadt buchen. Dabei kann man wahlweise aus feststehenden Routen wählen oder sich alternativ auch eine eigene Sightseeing-Tour zusammenstellen. Die Tour muss am Vortag bis spätestens 16 Uhr gebucht worden sein. Alle Informationen dazu findet ihr auf der Seite von VisitBergen.

Gebühren für Taxen

Tagsüber:
Grundgebühr 39,- NOK (ca. 3,80 €)
Preis pro Kilometer gemessen an der Gesamtstrecke:
unter 1 Kilometer: 27,- NOK (ca. 2,70 €)
1 – 5 Kilometer: 18,- NOK (ca. 1,80 €)
über 5 Kilometer: 16,- NOK (1,60 €)

Nachts:
Grundgebühr 49,- NOK (ca. 4,80 €)
Preis pro Kilometer gemessen an der Gesamtstrecke:
unter 1 Kilometer: 27,- NOK (ca. 2,70 €)
1 – 5 Kilometer: 18,- NOK (ca. 1,80 €)
über 5 Kilometer: 16,- NOK (1,60 €)

Uber ist in Norwegen mittlerweile nicht mehr vertreten; damit sind auch in Bergen die offiziellen Taxis die einzigen mit einer Genehmigung.

Öffentlicher Personennahverkehr in Bergen

Der ÖPNV in Bergen ist sehr gut ausgebaut und größtenteils sogar barrierefrei, sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Probleme Busse und Bahnen nutzen können. Bergen selbst ist allerdings nicht so groß, dass man damit besonders viel erkunden könnte – wir haben uns die Stadt überwiegend erlaufen, aber wir sind auch Vielläufer auf unseren Städtetrips.

Bergen gehört zum Bezirk Hordaland, das ansässige Unternehmen für die Bybanen und den Bus ist Skyss. Mit dem Bus kann man auch zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Hardangerfjord und Aurlandsfjord fahren.

Tickets & Preise

Der ÖPNV ist in Bergen im direkten Vergleich mit Stockholm um einiges günstiger. Auch hier kommt es beim Fahrpreis darauf an, ob man das Ticket beim Fahrer, am Automaten oder über die App kauft – die Variante beim Fahrer ist definitiv die teuerste:

Tickets vom Fahrer oder im Verkehrsmittel: 60,- NOK (ca. 5,93 €)
Tickets am Automaten: 38,- NOK (ca. 3,76 €)

Skyss bietet auch ein großes Angebot an Mehrtagestickets für die verschiedenen Stadtgebiete:

1-Tages-Ticket: 100,- NOK (ca. 9,89 €)
7-Tages-Ticket: 245,- NOK (ca. 24,23 €)
30-Tages-Ticket: 780,- NOK (ca. 77,14 €)

Nützliche Links

Damit ihr euch im öffentlichen Netz von Bergen einfach und schnell zurechtfinden könnt, haben wir euch hier ein paar Links zusammengestellt, die wir immer wieder ganz hilfreich finden:

» Übersicht über Tickets und Preise (Englisch)
» Informationen über die Skyss Travelcard (Englisch)
» Skyss Travel Planner (Englisch)
» Übersicht über das Busnetz (Englisch)

Sightseeing & Aktivitäten

Als wir Bekannten erzählt haben, dass es uns über Weihnachten nach Bergen verschlägt, waren viele skeptisch und haben gefragt, wie wir denn die ganze Zeit in so einer kleinen Stadt wie Bergen rumkriegen wollen. Dabei hat die Stadt nicht nur viele tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern ist auch Ausgangspunkt für viele Ausflüge und Wanderungen (was uns anfangs auch gar nicht so klar war). Insgesamt ist die Stadt nicht nur was für Städtetrip-Fans, sondern auch für Naturliebhaber, weil man einfach richtig schnell von der Stadt in die Berge kommt. Die Wanderungen konnten wir fast ausnahmslos alle direkt von unserer Unterkunft aus starten, nur zum Ulriken sind wir mit dem Bus bis zum Hostel Montana gefahren, um Energie für den Aufstieg zu sparen.

Nicht zu vergessen sind auch die Fjordtouren, die man von Bergen aus machen kann. Im Winter gab es die Möglichkeiten, von Bergen nach Mostraumen, zum Nærøyfjorden oder nach Modal zu fahren, alternativ kann man auch Hafenrundfahrten auf diversen Booten buchen oder einfach mit dem Kajak rauspaddeln. Die teuerste, aber vermutlich auch atemberaubendste Tour ist ein Wasserflugzeug, das in Bergen startet und die umliegenden Fjorde erkundet. Haben wir nicht gemacht, weil es einfach zu teuer für uns war, aber wer sich ein einmaliges Erlebnis sichern möchte, ist damit sicher gut dabei.

Sehenswertes

Bergen hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man in zwei Tagen gut abgrasen kann. Vor allem Fans von Museen und/oder Schifffahrt kommen hier auf ihre Kosten, denn es gibt das Hanseatische Museum und das Schifffahrtmuseum – und zusätzlich noch ein wirklich kleines Museum über norwegische Fischerei, das etwas abseits liegt. Generell hat Bergen auf uns ein bisschen verträumt gewirkt: Es gibt diese total neumodischen, hohen Gebäude auf der einen und dann so gut erhaltene, alte Stadtteile wie Bryggen auf der anderen Seite. Es macht wirklich Spaß, sich auf die unterschiedlichen Ecken einzulassen und die Stadt zu erkunden. Im Winter kam hinzu, dass alles auch noch einfach schön beleuchtet war, sodass das erkunden doppelt Spaß gemacht hat. Durch die kurzen Tage sind wir meistens nachmittags in die Stadt gegangen und dann lag alles im schönsten Dämmerlicht.

Bryggen

Das Hafenviertel Bryggen in Bergen ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Es ist das älteste Stadtteil der Stadt und liegt mitten im Zentrum. Im Jahr 1702 wurden bei einem Brand nahezu alle Gebäude vollständig zerstört; es erfolgte allerdings in kürzester Zeit ein originalgetreuer Wiederaufbau, sodass die Häuser noch heute aussehen wie im 13. Jahrhundert. Heute findet ihr hier einige individuelle Geschäfte und Boutiquen, ein Museum und diverse Restaurants.

Hanseatisches Museum

Das Hanseatische Museum ist in einem der ältesten Holzgebäude der Stadt untergebracht. In einer lebendigen Ausstellung wird gezeigt, wie Kaufleute in Bergen vor mehreren Jahrhunderten lebten und Handel trieben. Zentraler Bestandteil ist die Frage, wie diese Kaufleute Bergen prägten und sie zu der Stadt machten, die sie heute ist. Jeden Tag gibt es geführte Touren durch das Museum, Beginn ist um 15:00 Uhr bei den Schötstuben. Die Kosten liegen bei 120,- NOK pro Person (ca. 11,89 €).

Festung Bergenhus

Die Festung Bergenhus in Bergen gehört zu den am besten erhaltenen und ältesten Festungen in ganz Norwegen. Die ältesten Teile stammen aus dem 12. Jahrhundert, die neuesten kommen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Position wurde beim Bau so gewählt, dass sie einen strategisch günstigen Einblick in die damals stark befahrene Bucht Vagen gibt. Heute hält eine Marineschule auf der Festung das Kommando.

Edvard Grieg Museum Troldhaugen

Das Haus Troldhaugen wurde 1885 errichtet. Edvard Grieg wohnte hier 22 Jahre lang und komponierte dort einige seiner heute bekanntesten Werke. Die Einrichtung im Wohnzimmer ist noch originalgetreu erhalten, auch der Rest des Hauses kann besichtigt werden. Daus Haus liegt an einem See, an dem sich die Gräber von Edvard und seiner Frau Nina befinden. Der Eintritt kostet 110,- NOK pro Person (ca. 10,90 €).

Herrenhaus Damsgård

Damsgård Hovedgård wurde 1770 in Bergen errichtet und galt als das schönste Herrenhaus der Stadt. Es zählt außerdem zu den am besten bewahrten Rokokogebäuden in ganz Europa. Der Garten wurde liebevoll restauriert und beherbergt heute wieder dieselben Pflanzen wie zu seiner Entstehungszeit. Führungen durch Haus und Garten gibt es auf Norwegisch und Englisch täglich um 12:30 und 13:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 100,- NOK pro Person (ca. 9,91 €).

Stabkirche Fantoft

Die Stabkirche Fantoft wird auch „Fortun“ genannt, weil es sich bei ihr um einen Neubau der ehemaligen Stabkirche in Fortun handelt, einem kleinen Ort am Sognefjord in Norwegen. Die Originalkirche wurde 1851 in Fortun demontiert und entgegen der Gewohnheiten nicht als Brennholz verkauft, sondern 1883 in Fantoft in bergen wiedererrichtet. Leider wurde die Kirche dann bei einem Brandanschlag 1992 komplett zerstört und dann anhand von alten Unterlagen wiedererrichtet, sodass es heute „nur“ noch ein Nachbau ist. Der Eintritt in die Stabkirche kostet  65,- NOK pro Person (ca. 6,44 €).

Håkonshalle

Die Håkonshalle wurde 1261 von König Håkon Håkonsson errichtet. Bergen wurde gewählt, weil die Stadt zu dieser Zeit das politisch wichtigste Zentrum im Land war. Sie gehört zur Festung Bergenhus, kann aber separat besichtigt werden. Heute finden öffentliche Feierlichkeiten und Konzerte in der Halle statt. Der Eintritt in die Halle kostet 100,- NOK pro Person (ca. 9,91 €).

KODE Kunstmuseum

Im KODE Kunstmuseum kommen Liebhaber von Kunst und Design definitiv auf ihre Kosten. Die umfassende Sammlung steht insgesamt in vier Gebäuden und enthält unter anderem die Meisterwerke von Edward Munch, Nikolai Astrup und Pablo Picasso. Mit einem Ticket können alle vier Gebäude und die jeweiligen Ausstellungen besichtigt werden; der Ticketpreis liegt pro Person bei 130,- NOK (ca. 12,89 €).

Schifffahrtsmuseum

Das Schifffahrtsmuseum behandelt die Geschichte der norwegischen Seefahrt vom Altertum bis heute. Dabei geht es nicht nur um die unterschiedlichen Schiffsmodelle, sondern auch um das Leben an Bord während einer Reise. Darüberhinaus gibt es eine große Foto- und Filmsammlung, marinebiologische Funde und zahlreiche Gemälde. Der Eintritt beträgt 90,- NOK pro Person (ca. 8,92 €).

Wandern

Was wir gar nicht so auf dem Schirm hatten, als wir unsere Reise nach Bergen geplant haben: Hier kann man richtig gut wandern! Nun waren wir bisher ja auch nicht unbedingt als die Wanderer schlechthin bekannt, vor allem ich nicht – Thomas war ja wenigstens schon ein paar Mal in Österreich unterwegs. Vorbehaltlich hatten wir uns mit hohen Wanderschuhen ausgestattet, allerdings mehr wegen des Wetters und der Tatsache, dass wir allgemein immer sehr viel laufen. Diese haben sich in jedem Fall in Bergen als goldrichtig erwiesen.

Alle sieben Hausberge der Stadt sind erklimmbar, vom Fitnesslevel her ist für Anfänger und Profis alles dabei. Gestaffelt von niedrig nach hoch setzen sich die Hausberge von Bergen so zusammen:

Damskårfjellet: 284 Meter
Lyerhorn: 329 Meter
Sandviksfjellen: 392 Meter
Fløyen: 415 Meter
Løvstakken: 477 Meter
Rundemannen: 582 MEter
Ulriken: 643 Meter

Zum Fløyen und zum Ulriken muss man nicht zwingend wandern; hier führen Seilbahnen hoch, die den teilweise echt harten Auf- und Abstieg wegfallen lassen. Wir haben die Fløibanen tatsächlich benutzt, auf den Ulriken sind wir aber zu Fuß gekraxelt. Im Nebel. War abenteuerlich, deshalb haben wir unten für dich einen Bericht über diese echt außergewöhnliche Wanderung zusammengestellt. Was du auf jeden Fall mitnehmen solltest, wenn du dich in Bergen auf eine Wanderung begibst:

  • Ausreichend Wasser, wir hatten einfach immer zu wenig dabei und standen dann dumm da
  • Snacks; am besten Müsliriegel und alles, was sonst noch Power gibt und gut satt macht
  • Jacke und Schal; auch wenn der Tag sonnig anfängt, ist es oben auf den Gipfeln windig
  • Handschuhe; besonders zum Gipfel des Ulriken und des Løvstakken muss man sich oft auf allen Vieren hochschleppen

Wanderung zum Gipfel des Løvstakken

Die Wanderung zum Løvstakken haben wir zweimal gemacht, weil wir uns beim ersten Mal schlicht und ergreifend verlaufen und den Gipfel gar nicht gefunden haben. War aber auch gar nicht so schlecht – an Tag zwei war das Wetter deutlich besser und wir konnten die Aussicht so richtig genießen!

Für mich war es die erste Wanderung dieser Art überhaupt, Thomas kannte das über-Stock-und-Stein-gehen schon aus diversen Österreich-Urlauben mit der Familie. Am Anfang geht man noch über asphaltierte Straßen und Schotterwege, aber spätestens nach dem Spielplatz gibt es nur noch die Wege querfeldein. Ich kam mir komisch dabei vor, es fühlte sich nicht so an, als wäre es erlaubt einfach so mitten durch die Natur zu staksen. Wahrscheinlich typisch deutsche Gefühle, die mich an dieser Stelle heimgesucht haben.

Ein Teil der Strecke war vereist, deshalb sind wir oftmals nicht so gut vorangekommen, wie wir es gerne wollten. Zwischendurch sind wir auch immer wieder stehen geblieben, um die wirklich schöne Kulisse und die tollen Aussichten zu bestaunen. In unserem Video zeigen wir dir einige davon, aber wir haben das Gefühl, dass es nur unzureichend an die Realität herankommt. Also: Hinfahren und selbst ein Bild machen!

Vom Anstrengungsgrad her schwanke ich noch. Es war deutlich weniger anstrengend als die Wanderung zum Ulriken und ich bin auch gänzlich untrainiert da hochgekommen. Klar hatte ich am nächsten Tag Muskelkater, aber hätte ich den nicht gehabt, hätte es mich gewundert. Man muss allerdings schon so fit sein, dass man über Stock und Stein klettern kann. Wanderschuhe mit hohem Knöchel sind zu empfehlen, warme Kleidung im Winter sowieso. Und viel trinken! Es gab unterwegs keinen Bach, wo wir unsere Flaschen wieder auffüllen konnten.

Wanderung auf dem Fløyen

Die Wanderung zum und auf dem Fløyen gilt als die leichteste Strecke überhaupt, zumal man den Auf- und Abstieg auch mit einer Seilbahn bewerkstelligen kann. Haben wir gemacht, weil es wirklich schlechtes Wetter war und weil uns die Beine von der Wanderung auf den Ulriken noch schwer waren. Die Fahrt nach oben dauert nicht lange, ein Ticket (Hin- und Rückfahrt) kostet je nach Jahreszeit 95,- NOK oder 125,- NOK (ca. 9,42 € bzw. ca. 12,40 €). Die Tickets können direkt am Auf- bzw. Abfahrtspunkt gekauft werden. Mehr Informationen zur Fløibanen findest du auch auf der offiziellen Website des Fløyen.

Der Weg hinauf auf den Fløyen ist zum Großteil asphaltiert, sodass man bis zur Aussichtsplattform auch so ganz gut hochlaufen kann. Oben gibt es ein Restaurant (das hatte bei uns aus Renovierungsgründen geschlossen), einen Spielplatz, einen Outdoor-Fitnesspark und einen Souveniershop. Auf gleicher Höhe gibt es aber noch einiges mehr: Das Trolland, einen See und einen Abenteuerspielplatz, der wirklich ein Paradies für Kinder ist. In unserem Video haben wir einige Ecken vom Fløyen gezeigt, auch den See, der ein wenig gruselig-nebelig vor sich hinwaberte.

Abenteuerlich wird dann auch noch mal der Weg zum Gipfel. Nachdem man über einige wenig vertrauenswürdig aussehende Holztreppen nach oben geht, muss man noch einmal eine Weile über Stock und Stein stiefeln. Aber dann ist man da: Am Gipfelkreuz mit einem bestimmt ganz tollen Blick ins Tal, wenn es nicht gerade so neblig ist wie bei uns. Lohnt sich, gerade der letzte Abschnitt!

Wanderung auf dem Ulriken

Der Ulriken ist der höchste der Hausberge von Bergen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ihn zu erklimmen:

  1. Über den Vidden-Trail vom Fløyen aus
  2. Über die Seilbahn aus der Stadt
  3. Über die Wanderwege ausgehend vom Hotel Montana

Wir haben uns für Punkt 3 entschieden. Die Seilbahn fuhr an den Weihnachtstagen nicht und das Wetter war trocken. Unsere Idee war es, dass wir hochlaufen und dann den Vidden Trail in Richtung Fløyen nehmen, daher sind wir richtig früh los gefahren, damit wir die Helligkeit des Tages gut ausnutzen können.

Was wir aber definitiv unterschätzt haben, war der Weg nach oben. Offenbar haben wir uns für den falschen entschieden, denn es ging nur über Stufen nach oben. Viele, viele Stufen. Und dann mussten wir kurz vor dem Gipfel (wir haben ihn gesehen!) auch noch abbrechen, weil durch den Nebel der Blick wirklich richtig schlecht war und sich tatsächlich sowas wie Höhenangst bei uns breit gemacht hat. 

Der Weg nach unten war genauso schwer, Treppen nach unten zu laufen ist fast genauso anstrengend wie hoch. Etwas, was wir nicht berücksichtigt haben, als wir uns mit zitternden Beinen Stufe um Stufe wieder runtergekämpft haben. Wer Höhenangst hat, wird hier aus unserer Sicht auch Probleme bekommen.

Unsere Empfehlung: Nicht für Anfänger geeignet. Hier muss man Kondition und Willenskraft mitbringen und die Höhenangst in der Unterkunft lassen. Wie es ist, wenn man mit der Seilbahn hoch- oder runterfährt, können wir nicht beurteilen, vielleicht hilft das dem ein oder anderen.

Den Zugang zum Vidden-Trail haben wir dann übrigens auch nicht mehr gefunden. Generell war es nicht schlecht ausgeschildert, aber wenn man so gar keine Ahnung hat, wo man sich befindet, ist das orientieren wirklich schwer. Wir vermuten, dass wir an der anderen Seite des Berges wieder hätten hinunter gehen müssen.

Fjordtouren

Jetzt mal Tacheles zum Thema Fjordtouren: Diese gibt es in Hülle und Fülle, mit unterschiedlichen fahrbaren Untersätze (Boot, Schiff, Flugzeug, Heli, …), zu unterschiedlichsten Preisen und nicht alle Touren finden ganzjährig statt, sodass man jahreszeitlich auf jeden Fall schauen sollte, wann man Bergen besucht, wenn man eine bestimmte Route oder Tourart bevorzugt.

Wir haben während unserer Reise nach Bergen nur eine Tour gemacht, nämlich die Bootstour nach Mostraumen, die wir euch unten auch beschreiben. Trotzdem haben wir im Vorfeld natürlich recherchiert und die unterschiedlichsten Angebote eingeholt – und das Ergebnis möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Fjordtour nach Flåm

Die Tour von Bergen nach Flåm braucht mindestens zwei Tage, da man one way 5 Stunden und 25 Minuten fährt. Dafür geht es mitten durch den Sognefjord, den längsten und tiefsten Fjord Norwegens. Der wartet mit wirklich spektakulärer Natur auf Besucher, unterwegs kommt man auch an einigen verschlafenen Dörfern vorbei. Auf dem Rückweg nach Bergen hat man die Möglichkeit, durch die späte Fahrtzeit den Sonnenuntergang von Deck aus zu beobachten.

Dauer: 5 Stunden und 25 Minuten (one way)
Buchbar: 01. April bis 30. September
Abfahrtszeit: 08:00 Uhr
Kosten: 905,- NOK (ca. 89,45 €)

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Fjordtour nach Hardangerfjord

Der Hardangerfjord wird auch die „Königin der Fjorde“ genannt und die Fahrt dahin führt durch zahlreiche schneebedeckte Gipfel, verschlafene Dörfer und eine unfassbar schöne Natur. Es gibt einen Stopp in Eidfjord und wenn man diese Tour im Mai oder Juni bucht, hat man gute Chance, die Obstblüte mitzuerleben, was das Dorf einfach noch mal schöner macht. Ansonsten gilt hier ganz eindeutig: Der Weg ist das Ziel! Die Aussicht vom Boot auf die umliegenden Fjorde ist einfach nur schön.

Dauer: 11 Stunden und 30 Minuten (hin und zurück)
Buchbar: 01. April bis 30. September
Abfahrtszeit: 08:00 Uhr
Kosten: 820,- NOK (ca. 81,05 €)

» Mehr Informationen zur Fjordtour nach Hardangerfjord

Fjordtour nach Rosendal

Die Fjordtour nach Rosendal ist ein Tagesausflug. Natürlich ist die rund zweistündige Fahrt dahin durch die wirklich schöne Natur schon ein großes Spektakel, aber auch das kleine, verschlafene Städtchen Rosendal ist sehenswert. Rosendal schließt direkt an den Folgefonna Nationalpark an, in dem man während seines Aufenthalts auch einen ausgedehnten Spaziergang machen kann. Das dazugehörige Folgefonna Center bietet darüberhinaus eine interaktive Ausstellung über Mensch und Natur.

Dauer: 1 Stunde und 55 Minuten und 3,5 Stunden Aufenthalt in Rosendal
Buchbar: 15. Februar bis 15. Dezember
Abfahrtszeit: 08:50 Uhr
Kosten: 688,- NOK (ca. 68,00 €)

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Norway in a nutshell

Diese Rundreise, die den ganzen Tag dauert, gehört zu den beliebtesten Rundreisen in Norwegen. Neben einem Ausflug zu zwei verschiedenen Fjorden fährt man auch mit der Bergensbahn und der Flåmsbahn, davon sogar einen Teil über Europas höchstgelegene Eisenbahnstrecke. Die Landschaft, die am Zugfenster vorbeizieht, ist wirklich atemberaubend. Auch eine Bootsfahrt durch die Fjorde gehört zum Programm. Die einzelnen Stationen sind vorgegeben, trotzdem gehört zur Tour kein fester Guide.

Dauer: 11 Stunden (hin und zurück)
Buchbar: ganzjährig
Abfahrtszeit: 06:50 Uhr
Kosten: 1.670,- NOK (ca. 165,06 €)

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Fjordtour nach Mostraumen

Eine Fahrt mit dem Schiff durch die nahegelegenen Fjorde war das einzige, was schon vor unserer Reise feststand. Wir wussten zwar noch nichts über Route und Kosten, wollten uns aber unbedingt von der atemberaubenden Landschaft einlullen lassen.

Einige Fjord-Touren finden nur unregelmäßig im Jahr statt, aber die nach Mostraumen kann man immer nehmen. Das Programm auf der Fahrt variiert je nach Wetterlage, im Sommer bekommt man zum Beispiel einen Becher frisch abgezapftes Gletscherwasser zu trinken, während man im Winter dabei zugucken kann, wie das Boot eventuellen Eisschollen ausweicht.

Von der Länge her war es für uns ebenfalls genau richtig, weil wir nicht wussten, ob uns an Board schlecht wird, ob es kalt wird und wie uns das überhaupt gefällt. Und es gab ein offenes Außendeck, das für Fotos und Videos einfach unerlässlich ist.

Was soll ich sagen: Die Fahrt war richtig, richtig schön. Das Wetter hat mitgespielt, es war zwar windig und popokalt, aber wir hatten uns richtig angezogen, sodass der Wind zwar an unseren Klamotten zerrte, uns aber nicht frieren ließ. Die Ruhe und die steilen Hänge waren einfach atemberaubend. Von Zeit zu Zeit wurde das Boot langsamer, sodass man auch ausgiebig Fotos machen konnte, aber selbst mit einem Weitwinkelobjektiv konnten wir die Schönheit der Umgebung nicht einfangen.

Es ist übrigens keine Tour mit klassischem Guide, der einem etwas zur Landschaft erzählt. Von Zeit zu Zeit werden wichtige Infos über das Schiff geschallt (in Norwegisch und Englisch) und es gibt ein paar Begleithefte, aber im Wesentlichen geht es darum, das zu genießen, was man sieht.

Die Rückfahrt haben wir dann unter Deck verbracht, damit wir uns wieder aufwärmen können. Bei warmem Kakao und Schokoriegeln lässt es sich richtig gut entspannen.

Dauer: 3 Stunden (hin und zurück)
Buchbar: ganzjährig
Abfahrtszeit: unterschiedliche Abfahrtszeiten
Kosten: 550,- NOK (ca. 54,36 €)

» Mehr Informationen zur Fjordtour nach Mostraumen

Restaurants

Restaurants gibt’s in Bergen wie Sand am Meer. Mit nationaler und internationaler Küche, aber nur in teuer. Zumindest, wenn man es mit deutschen Maßstäben vergleicht. Insgesamt war das Essen in Bergen etwas günstiger als in Stockholm, aber verglichen mit einem heimischen Restaurantbesuch immer noch sehr hoch. Dafür haben wir ein paar richtig leckere und stylische Restaurants ausfindig gemacht – allen voran das Roll & Rock Bar and Diner, das aussieht wie ein amerikanisches Diner in den 50ern. Wir wären dort gerne noch ein zweites Mal essen gegangen (weil es lecker und erschwinglich war), allerdings hatte es an unserem letzten Tag geschlossen. Leider!

Roxy’s Diner

Roxy’s Diner haben wir echt nur durch Zufall und im Vorbeigehen gefunden, weil wir gerade auf dem Weg zum Supermarkt ein paar Straßen weiter waren. Das Ambiente hat uns aber so gut gefallen, dass wir reingegangen sind. Und wir wurden nicht enttäuscht: Alles ist angelehnt an die typisch amerikanischen Diners, das Essen, die Optik, sogar die Kleidung der Kellnerinnen.

Es hat uns richtig gut gefallen – und lecker war es auch noch! Burger und Milchshake standen für uns auf dem Programm, die Auswahl war groß und lecker. Die Pfannkuchen zum Frühstück hätten wir auch gerne noch probiert, leider war am nächsten Tag Ruhetag. Wenn wir noch mal da sind, wir das auf jeden Fall wieder eine Anlaufstelle für uns.

Die Auswahl auf der Karte ist groß, es gibt auch vegetarische Burger und Gerichte. Neben uns wurde ein Junggesellenabschied gefeiert, das war wirklich ganz süß, die beiden Kellnerinnen gaben sich alle Mühe, den Abend für die Gruppe unvergesslich zu machen. Insgesamt passte einfach alles ganz hervorragend zusammen!

 Adresse: Teatergaten 18, Bergen 5010
 Telefon: +47 990 99 790
 Preisklasse: €€
 Küche: Amerikanisch
 Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag von 14:00 bis 22:00 Uhr
Freitag und Samstag von 13:00 bis 01:00 Uhr
Sonntags von 13:00 bis 22:00 Uhr

 Bewertung: 4,0 Sterne auf TripAdvisor

T.G.I. Fridays

Bei T.G.I. Fridays gibt es alles für den richtig großen Hunger – und nicht so teuer, wie man es von Norwegen vielleicht erwartet. Wir haben hier am Tag nach Weihnachten so richtig gut gegessen und unsere Polster wieder aufgefüllt (bis dahin gab es ja nur Ramen Nudeln und Fertig-Kartoffelpüree aus dem Wasserkocher!). Für nach dem Essen steht ein großes Angebot an Cocktails und Longdrings zur Verfügung.

 Adresse: Nedre Ole Bulls Plass nr 4, Bergen 5012
 Telefon: +47 55 56 32 40
 Preisklasse: €€
 Küche: Amerikanisch, BBQ
 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11:30 bis 00:30 Uhr
Freitag und Samstag von 11:10 bis 02:30 Uhr
Sonntag von 12:00 bis 00:30 Uhr
 Bewertung: 3,5 Sterne auf TripAdvisor

Harbour Cafe

Im Harbour Café haben wir ein klassisches, norwegisches Weihnachtsmenü bestellt – und festgestellt, dass es sich gar nicht so sehr von dem bei uns Zuhause unterscheidet. Das Ambiente ist gemütlich und bei gutem Wetter bzw. im Hellen hat man Aussicht auf den ganzen Hafen und die dahinter liegenden Inseln. Innen gibt es viel dunkles Holz und deftige Gerichte für so ziemlich jeden Geschmack. Preislich ganz in Ordnung.

 Adresse: Torget 9, Bergen 5014
 Telefon: +47 55 30 09 00
 Preisklasse: €€
 Küche: Mediterran
 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11:00 bis 01:00 Uhr
Freitag und Samstag von 11:00 bis 01:30 Uhr
Sonntag von 12:00 bis 01:00 Uhr
 Bewertung: 4,0 Sterne auf TripAdvisor

Nachtleben

Normalerweise sind wir ja nicht die Menschen, die oft ausgehen und ihre Zeit in Discos verbringen. In Bergen haben wir mit der Magic Ice Bar, in die ich Thomas an seinem Geburtstag eingeladen habe, aber doch noch etwas ganz Interessantes gefunden: Eine Bar aus Eis! Die möchten wir euch natürlich noch genauer vorstellen.

Magic Ice Bar

In der Magic Ice Bar waren wir zu Thomas‘ Geburtstag – ich wollte ihm etwas Außergewöhnliches schenken und über diese Bar habe ich im Touristeninformationszentrum gelesen. Normalerweise sind wir ja nicht so für die Hypes, aber das hier hat sich wirklich gelohnt. Gut, um 18:00 Uhr ist dort verständlicherweise noch nicht viel los, aber später geht’s hier los mit der Party!

Die Location an sich ist schon ein ziemliches Highlight. Neben den klassischen Eiswänden und Sitzgelegenheiten gibt es hier auch zahlreiche liebevoll gearbeitete Figuren und Motive ganz aus Eis. Laut Barkeeper müssen diese jedes Jahr erneuert werden – ein ganz schöner Aufwand. Selbst getrunken wird hier aus Eisgläsern. Für ein bisschen Wärme bekommt man Poncho und Handschuhe, aber mit Minirock sollte man dort trotzdem nicht reingehen.

Auf der Getränkekarte gibt es alles, was das Herz begehrt. Die Musik war abwechslungsreich, Licht und Ton geben sich hier Hand in Hand, es passte einfach alles zusammen. Mit 250,- NOK Eintritt (ca. 25,20 €) pro Person ist der Abend natürlich nicht billig, aber das ist in Norwegen ohnehin so gut wie nichts.

 

 Adresse: C. Sundts gate 50, 5004 Bergen
 Preisklasse: €€€
 Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 16:00 bis 23:00 Uhr
Freitag und Samstag von 16:00 bis 00:00 Uhr
 Bewertung: 4,5 Sterne auf TripAdvisor

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