Straßburg

Frankreich

Auf Straßburg sind wir gestoßen, als wir auf der Suche nach einem Städtetrip-Ziel für den Oktober waren. Wie genau wir darauf gekommen sind, wissen wir selbst nicht mehr, aber die Bilder vom Petite France und das gute Wetter haben uns recht schnell überzeugt. Mit dem Odalys City Strasbourg Green Marsh* haben wir ein Aparthotel gefunden, das so kurzfristig noch frei war und nicht mitten in der City lag – wir hatten gehört, dass es dort abends mal etwas lauter zugehen kann, daher war uns eine Unterkunft „eine Straße weiter“ doch lieber.

Die An- und Abreise erfolgte auf abenteuerliche Weise mit dem Flixbus (darüber haben wir übrigens im Bereich „Anreise“ etwas für euch geschrieben). Ob wir das noch mal so machen würden, wissen wir nicht genau – das kurze Stück hätte man sicher auch problemlos mit dem Auto zurücklegen können.

Und wie hat uns Straßburg denn nun gefallen? Richtig gut! Perfekt für ein langes Wochenende, weil die wichtigsten Sehenswürdigkeiten alle schön komprimiert mitten in der Stadt verteilt sind. Tolles Essen gab es auch, wir haben uns an Flammkuchen satt gegessen und auch die ein oder andere Spezialität der Region Elsass probiert. Was ihr für eure nächste Reise nach Straßburg einplanen solltet, haben wir wie immer hübsch übersichtlich für euch zusammengestellt. Viel Spaß mit unserem Mini-Guide!

Dieser Guide wurde im Januar 2020 zuletzt aktualisiert.

Klima in Straßburg

Das Klima in Straßburg ist das ganze Jahr recht gemäßigt, sodass man eigentlich immer für einen Städtetrip hinfahren kann. Gerade in der Weihnachtszeit besticht Straßburg durch einen tollen Weihnachtsmarkt, der auch überregional beliebt ist. Für französische Verhältnisse ist der Winter hier recht kalt, was möglicherweise an dem vielen Wasser drumherum liegt. Wer es richtig warm mag, sollte die Stadt im Juli oder im August besuchen, aber selbst wir hatten im Oktober noch T-Shirt-Wetter, wie man in unseren Videos erkennen kann. Im Sommer regnet es auch etwas mehr, aber dem kann man ja einfach mit der richtigen Kleidung entgegenwirken. Eine kompakte Regenjacke nimmt nicht viel Platz weg.

Lufttemperaturen

Niederschlagsmenge

Sonnenstunden

Regentage

Einreise & Zoll

Die Einreise von einem EU-Land nach Frankreich unterliegt keinen besonderen Bestimmungen. Alleinreisende Minderjährige mit Personalausweis müssen zusätzlich eine elterliche Erlaubnis mitführen und diese auf Verlangen vorzeigen. Möchtet ihr euer Haustier mit nach Frankreich nehmen, muss das Tier in Begleitung des Halters oder eines berechtigten Vertreters reisen, es muss ordentlich identifizierbar sein (z.B. Tätowierung oder Mikrochip) und einen Ausweis (EU-Heimtierausweis) mitführen. Darüberhinaus muss das Tier zum Reisezeitpunkt gegen Tollwut geimpft sein. Bis zu fünf Tiere dürfen maximal pro Person mitgeführt werden.

Reisedokumente

Personalausweis:
Reicht aus zur Einreise

Reisepass:
Nicht notwendig, wenn ein gültiger Personalausweis mitgeführt wird

Führerschein:
Der deutsche Führerschein ist ausreichend

Ein- und Ausfuhr von Waren

Die Ein- und Ausfuhr von Waren von und nach Frankreich unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Da wir mit dem Flixbus gefahren sind, sind wir bei Kehl über die Grenze gefahren; wir haben nichts von stichprobenartigen Kontrollen mitbekommen. Auf dem Rückweg hatten wir allerdings eine Zollkontrolle am Flughafen Köln-Bonn, aber das ist eine andere Geschichte.

» Zum Auswärtigen Amt
» Zu den Einfuhrbestimmungen der Europäischen Union

Währung & Preise

Von den Kosten her würden wir Straßburg mit dem gleichsetzen, was wir auch zuhause in einem Restaurant ausgeben würden – es war weder besonders teuer noch besonders billig. Auch die Preise für Sehenswürdigkeiten und Ausflüge (z.B. mit dem Batorama-Boot) haben uns nicht aus den Socken gehauen. Von daher stufen wir es preislich in der Mittelstufe ein, für ein paar Tage geht das schon.

Essen gehen in der Innenstadt bzw. Altstadt und im La Petite France ist natürlich deutlich teurer, als wenn man mal in einer Seitenstraße abbiegt und durch die kleineren Gassen schlendert. An den ganzen Touri-Hot-Spots hatten die regional ausgerichteten Restaurants alle immer eine recht ähnliche Speisekarte, hier muss man wohl auf die Fähigkeiten des jeweiligen Kochs vertrauen.

Was aus unserer Sicht auffallend günstig war: Souveniers. In der Altstadt wird man von unzähligen Shops erschlagen, die alle dasselbe verkaufen. Dafür scheint aber sowas wie ein Preiskampf ausgebrochen zu sein, denn durch vergleichen kann man wirklich ein bisschen sparen. Wir sind jetzt nicht so die Souvenierkäufer (außer natürlich Gummienten!), aber wer gerne etwas für sich oder Familie und Freunde mitbringt, muss hier nicht ganz so tief in den Geldbeutel greifen.

Telefonieren & Surfen

Seit 15. Juni 2017 kann man in der EU zum gleichen Preis wie zu Hause surfen, simsen und telefonieren. Euer Tarif läuft einfach wie abgeschlossen weiter, vollkommen egal ob ihr einen Vertrag oder eine Prepaid-Karte habt. Unter Umständen habt ihr im Ausland keinen so guten Empfang wie zuhause, weil z.B. euer Anbieter dort über keine gute Netzabdeckung verfügt. In dem Fall lohnt es sich darüber nachzudenken, eine örtliche Prepaid-SIM Karte zu kaufen. Da wir nur einen Katzensprung von der deutschen Grenze entfernt waren, haben wir uns vor Ort keine neuen Simkarten geholt, da wir mit unseren bestehenden Verträgen das Roaming nutzen konnten und auch guten Empfang hatten.

Tipp: Travel WiFi Hotspot

Der Travel WiFi Hotspot von Huawai löst regelmäßig unsere Internetprobleme auf Reisen. Einfach eine Prepaid SIM-Karte mit Datenvolumen aus dem jeweiligen Land einlegen und schon könnt ihr zu Landeskonditionen lossurfen. Damit lässt sich im Vergleich zum eigenen Tarif aus Deutschland gerade im Ausland außerhalb der EU einiges sparen!

» Zum Travel WiFi Hotspot von Huawai

Einkaufen & Essen gehen

In Straßburg gibt es definitiv günstigere und teurere Möglichkeiten, essen zu gehen. Wir haben hauptsächlich elsässische Küche gegessen und da auch ein paar regionale Spezialitäten probiert; in der Innenstadt und im La Petite France waren diese deutlich teurer als etwas weiter außerhalb, sodass wir empfehlen, ein paar Schritte zu gehen und nicht unbedingt auf der Grand Île zu essen.

Das Essen war allerdings durchweg gut und reichlich, wir sind auch nach langen und anstrengenden Tagen immer satt geworden und hatten nicht das Gefühl, hungrig ins Bett zu gehen. Teilweise war das Essen sehr fettig, aber das ist eben die Küche – wer es leichter mag, findet aber auch zig Variationen an Flammkuchen, die etwas leichter im Magen liegen. An denen kann man sich einfach nie satt essen!

Unsere Kosten

Bei Straßburg hatten wir vorher kein Gefühl dafür, wie hoch unsere Ausgaben sein würden. Beim Essen gab es definitiv Sparpotential, weil wir die Küche in der Unterkunft nicht genutzt haben – damit wäre es deutlich günstiger gegangen. Hier unsere Ausgaben für 6 Tage / 5 Übernachtungen vor Ort:

 Anreise:132,00 €
 Unterkunft:449,00 €
 ÖPNV:0,00 €
 Verpflegung:570,00 €
 Ausflüge:26,00 € €
 Gesamtkosten:1.177,00 €

 

Tipp: Die richtige Kreditkarte auf Reisen

Ihr seid auf der Suche nach einer Kreditkarte, die zu eurem Leben und euren Reisegewohnheiten passt? Dann ist es wichtig, dass ihr euch vorher überlegt, was eure Kreditkarte abdecken soll und wo ihr sie einsetzen möchtet. Die beliebtesten Modelle sind die von der Santander und von der DKB.

» Zur Kreditkarte der DKB*
» Zur Kreditkarte der Santander*

Sprache & Sicherheit

In Straßburg wird Französisch und Deutsch gesprochen. Das liegt wohl an der Vergangenheit dieser Region. In Restaurants gibt es oft zur französischen auch eine deutsche und englische Speisekarte. Das Personal war im Gegensatz zur Speisekarte häufig nur einsprachig unterwegs, was vielleicht auch eine Folge der Vergangenheit ist. Mit Englisch oder Händen und Füßen sind wir aber trotzdem immer weitergekommen.

Zum Thema Sicherheit fällt vielen wohl als erstes der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg vom 11. Dezember 2018 ein. Das war in der Tat nur zwei Monate nachdem wir die Stadt besucht haben. Wir haben ein hohes Aufkommen an Polizei und Militär in der Stadt erlebt (z.B. Patrouillen auf dem Platz vor dem Münster oder auf dem Kleberplatz), aber wir haben das darauf geschoben, dass es ja nunmal eine in Europa wichtige Stadt ist und daher möglicherweise immer wieder im Fokus von irgendwelchen Drohungen steht.

In jedem Fall haben wir uns zu keiner Zeit unsicher oder gar beunruhigt gefühlt, während wir dort waren und auch der Anschlag ist für uns kein Grund, nicht wieder in diese schöne Stadt zurückzukehren. Wie die aktuelle Lage hinsichtlich Militär- und Polizeiaufgebot ist, können wir nicht einschätzen, aber wir gehen mal davon aus, dass es ähnlich wie zu Zeiten unseres Besuches ist.

Sicherheit unterwegs

Damit ihr euch unterwegs ganz auf eure Reise konzentrieren könnt und euch nicht mit dem leidigen Thema Diebstahl beschäftigen müsst, haben wir hier einige praktische Dinge aus unserer Equipmentliste für euch:

» Bauchtasche mit RFID Blocker
» Wasser- und feuerfeste Dokumententasche
» Wasserdichter Rucksackschutz
» Karabinerhaken mit Drehverschluss

Sicherheit in der Unterkunft

In der Unterkunft solltet ihr euch zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben fühlen. Wenn ihr aber mal in einem Hostel mit Mehrbettzimmer gelandet seid oder die Gegend rund um eure Unterkunft (noch) nicht einschätzen könnt, hilft es, das Equipment noch mal extra zu sichern – vor allem, wenn es keinen Safe im Zimmer gibt. Dafür nutzen wir:

» Pacsafe
» Zahlenschloss
» Wiederverwendbare Kabelbinder

Notrufnummern

Polizei:
112 (gilt überall)
17 (lokale Polizei)

Feuerwehr:
112 (gilt überall)
18 (lokale Feuerwehr)

Rettungsdienst:
112 (gilt überall)
15 (lokale Rettungsdienste)

R-Gespräche nach Deutschland von öffentlichen Telefonen: 900 99 00 49

Tipp: Sprachkurs bei Babbel

Um euch optimal auf eure Reise vorzubereiten, könnt ihr einen kleinen Sprach-Crashkurs machen, der euch zumindest die Basics ausreichend vermittelt und euch nicht das Gefühl gibt, vollkommen aufgeschmissen zu sein. Die Kurse von Babbel gibt es in verschiedenen Stufen (mit und ohne Vorwissen) und zu verschiedenen Konditionen – da ist bestimmt auch für euch das richtige Modell dabei!

» Jetzt Sprachkurs auf Babbel starten!

Anreise

Jaja, die Anreise… normalerweise können wir an dieser Stelle ja nur erzählen, wie gut alles geklappt hat, weil wir tatsächlich noch nie Probleme hatten – weder bei Flügen mit Zwischenlandung noch bei Reisen mit dem Auto. Die Reise nach Straßburg ist aber so eine Sache: Wir sind mit dem Flixbus gefahren und die Meinungen darüber gehen ja bekanntermaßen auseinander. Unsere ist auch gemischt. Je länger der Trip her ist, desto mehr neigen wir dazu, das Ganze noch mal zu versuchen. Damit wir aber die negativen Punkte nicht aus den Augen verlieren, haben wir sie unten noch mal festgehalten.

Ansonsten bleibt zu sagen: Straßburg ist mit dem Auto, dem Zug und dem Bus prima zu erreichen, wer fliegen möchte, ist eher schlecht bedient.

Anreisemöglichkeiten

Mit dem Auto:
Entweder mit dem eigenen Wagen, wenn man mit mehr Personen reist oder aus der näheren Umgebung kommt, oder mit einem Mietwagen

Mit dem Zug:
Gare de Strasbourg

Mit dem Bus:
Parc de l’Étoile

Günstig nach Straßburg

Wir sind mit dem Flixbus nach Straßburg gefahren, es war unser erstes Mal mit den grünen Riesen. Für 80,00 € für zwei Personen hätten wir nicht günstiger fahren können.

» Zu Flixbus

Unser Mittel der Wahl für die nächste Fahrt nach Straßburg: Das Auto. Flexibilität vor Ort und eine Anreise nach Wunsch sind uns mittlerweile wichtiger als ein günstiger Preis. Ohne eigenes Auto würden wir erst mal bei Sixt auf die Suche nach einem Mietwagen gehen:

» Jetzt günstigen Mietwagen finden auf sixt.de*

Unsere Fahrt mit dem Flixbus

Das erste Mal ist ja immer etwas ganz Besonderes! Mit dem Flixbus wurde es noch besonderer, als wir eigentlich wollten. Fangen wir vorne an: Die Buchung war easy, wir hatten uns Sitzplätze reserviert und standen pünktlich zur Abfahrtszeit am Fernbusbahnhof in Düsseldorf. Der Bus hatte ein paar Minuten Verspätung, war aber kein Problem, weil wir per SMS auf dem Laufenden gehalten wurden.

Im Bus selber merkten wir dann, dass unsere Plätze besetzt waren. Leider wollten die beiden nicht aufstehen und der Busfahrer half nicht, wir saßen also auf anderen Plätzen und blockierten so wiederum diejenigen, denen die Plätze eigentlich gehörten. Endlosschleife. Von unseren neuen Plätzen aus hatten wir (leider) eine super Sicht auf den Busfahrer, der es wichtiger fand während der Fahrt seine zwei Handys zu bedienen, als auf die Straße zu schauen. Immerhin waren wir recht pünktlich in Straßburg.

Auf der Rückfahrt hatten wir eine Verbindung, bei der wir in Karlsruhe umsteigen mussten. Das hat uns das Genick gebrochen: Der Bus hatte 2 Stunden Verspätung, was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn wir informiert worden wären. Es ging aber immer nur im fünf Minuten Takt eine Nachricht ein, dass der Bus sich verspätet. Dadurch verpassten wir in Düsseldorf die letzte Bahn und den letzten Bus nach Ratingen und mussten Taxi fahren – 55,00 € Euro später waren wir dann zuhause. Von Flixbus kam kein Ersatz, was die ganze Sache teurer machte, als wenn wir direkt mit dem eigenen Auto gefahren wären. Schade!

Unterkunft

Für Straßburg entschieden wir uns zum ersten Mal für ein Aparthotel mit kleiner Küche, um uns selbst langsam auf Ferienwohnungen beziehungsweise Selbstversorgung auf Reisen einzustimmen. Nun, die Küche war da – aber wir hatten dann doch keine Lust auf kochen, waren wir doch beide abgespannt von der Zeit vor den Urlaubstagen und sehnten uns danach, nicht noch den Abwasch zu machen. Wenn wir noch mal nach Straßburg reisen sollten, würden wir allerdings wieder das Odalys City Strasbourg Green Marsh* nehmen, denn es hat uns ganz gut gefallen.

Über das Aparthotel

Wir hatten ein ziemlich großes Zimmer mit ausladendem Flur, großem Schlafzimmer mit Sitzmöglichkeit und ausreichend Stauraum für unsere Sachen. Es gab eine Säule mitten im Zimmer, aber das hat nicht weiter gestört, wenn man nicht unbedingt nachts davor läuft. Die Küche war mit allem ausgestattet, was wir zum Kochen gebraucht hätten. Will man nichts von Hausarbeit wissen, kann man die Küche einfach hinter ein paar Schranktüren verstecken. Das Badezimmer war ebenfalls riesig und barrierefrei, was bei uns leider dazu geführt hat, dass nach dem Duschen ständig das ganze Badezimmer unter Wasser stand und wir mehr Handtücher brauchten, als vorhanden waren. Naja, so konnten wir immerhin gleich mal unsere neuen Reisehandtücher testen!

Die Lage

Die Unterkunft liegt nördlich in Straßburg und nicht mehr auf der Grand Île. Bis zum Münster ist es ein Fußweg von ungefähr sieben Minuten, also vollkommen in Ordnung. Die Gegend ist ruhig, ein Stück weiter die Straße runter gibt es eine Shopping Mall und mehrere Cafés und Restaurants, wo man auch gut frühstücken kann. Bushaltestellen für Ausflugsziele, die etwas weiter weg sind, sind ebenfalls ausreichend vorhanden. In zwei Minuten erreicht man die Bahnhaltestelle Ancienne Synagogue / Les Halles, man ist also perfekt in alle Richtungen angebunden. Wir haben sämtliche Touren von der Unterkunft aus zu Fuß gemacht und sind nicht einmal mit dem Bus, der Bahn oder dem Taxi gefahren.

In aller Kürze

  • Eigenes Badezimmer
  • Ebenerdige Dusche
  • Eigene Küche
  • Klimaanlage
  • Handtücher und Bettwäsche
  • Kostenlose Pflegeprodukte
  • WLAN
  • Flachbild-Fernseher (mit deutschem Fernsehen)
  • Föhn

Kosten für 6 Tage / 5 Nächte: 449,00 €

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Mobilität vor Ort

Wir haben in Straßburg absolut alles zu Fuß erledigt, sowohl den Weg vom Busbahnhof zur Unterkunft als auch alle Ausflüge, die wir so unternommen haben. Das ist für uns nichts besonderes, denn in der Regel machen wir auf Reisen so zwischen 20.000 und 30.000 Schritte und erlaufen uns so unsere Ziele. Straßburg hat zusätzlich den Pluspunkt, dass viele Sehenswürdigkeiten sich auf oder nahe der Grand Île befinden, sodass man gar keinen allzu großen Bewegungsradius hat.

Wenn du aber trotzdem eher den öffentlichen Nahverkehr nutzen möchtest, ist das in Straßburg kein Problem. Es gibt haufenweise Bus- und Bahnhaltestellen, das Streckennetz ist sehr gut ausgebaut. Der öffentliche Nahverkehr wird von CTS Strasbourg geleitet; aktuell gibt es immer mal wieder Probleme wegen Streik, aber nicht so gravierend, dass ständig Busse und Bahnen ausfallen. Trotzdem solltest ihr euch, wenn euch der ÖPNV wichtig ist, vor eurer Reise auf der Website von CTS Strasbourg über die aktuelle Lage informieren.

ÖPNV

Auch in Straßburg kommt es darauf an, wo man sein Ticket für die Fahrt kauft – Bustickets beim Fahrer sind wieder deutlich teurer als wenn man sie im Vorfeld am Automaten oder über eine Guthabenkarte kauft. Es gibt mehrere Ticketmöglichkeiten für Straßburg, die wir euch nachfolgend kurz vorstellen – wir haben die Preise genommen, die ihr bezahlen würdet, wenn ihr die Fahrten mittels CTS App bucht, was die günstigste Form für den ÖPNV ist:

Standardtickets:
Einzelticket: 1,70 €
10er Karte: 13,20 €
30er Karte: 38,00 €

24-Stunden-Tickets:
1 Person: 4,60 €
3 Personen: 6,80 €

Mit allen Tickets könnt ihr euch in der Region Straßburg – Kehl bewegen.

Nützliche Links

Für die zahlreichen Ticketmöglichkeiten und Verbindungen haben wir euch hier einige praktische Links rausgesucht, die euch dabei helfen, euch vor Ort zurecht zu finden:

» Stadtplan mit Bus- und Bahnverbindungen
» Übersicht nur für das Tram-Netz
» Fahrpläne für Bus und Tram
» Fahrplanauskunft VVO
» Übersicht über die aktuellen Tarife

Sightseeing & Aktivitäten

In Straßburg gibt es so einiges zu entdecken! Und das Schöne ist, dass man das meiste im Vorbeilaufen sehen kann, während man einfach gerade bei gutem Wetter einmal um die Grand Île spaziert. So haben wir es auch gemacht: Im Vorfeld gar nicht groß informiert, sondern einfach ankommen, orientieren und loslaufen. Im Nachgang hätten wir uns gewünscht, die Batorama-Bootsfahrt gleich am ersten Tag gemacht zu haben, weil wir dann einen noch besseren Überblick gehabt hätten, aber ohne ging es auch. Wenn ihr nur wenig Zeit habt, empfehlen wir aber auf jeden Fall die Tour mit Batorama, weil man so einfach direkt einen Eindruck bekommt und dann noch Zeit hat, das ein oder andere genauer anzusehen.

Sehenswertes

Wir haben weiter unten mal die Dinge rausgepickt, die uns am besten gefallen haben – was natürlich nicht heißt, dass es in Straßburg nicht mehr zu sehen gäbe, ganz im Gegenteil! Aber es ist ja auch mal schön, nicht mit der Bahn oder dem Zug erst irgendwo hinfahren zu müssen. Deswegen kommen jetzt hier die Dinge, die uns in Straßburg am allerbesten gefallen haben.

Straßburger Münster

Das Straßburger Münster (oder wie es offiziell heißt: Liebfrauenmünster zu Straßburg) gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der Architekturgeschichte in Europa. Es wurde von 1176 bis 1439 aus rosafarbenem Vogesensandstein gebaut und war für über 200 Jahre das höchste Bauwerk der Menschheit. Das Gotteshaus mit der asymmetrische Form ist bis heute das Wahrzeichen des Elsass – der Südturm ist übrigens nicht eingestürzt, sondern er wurde nie gebaut.

Auch von innen kann sich die Kathedrale durchaus sehen lassen. Die beeindruckende Schwalbennestorgel gehören ebenso wie die Glasfenster und Wandteppiche zu den bedeutenden Beispielen der abendländischen Kunst. Besonders die Bleiglasfenster haben einen interessanten Effekt: Zweimal im Jahr ist bei Sonnenlicht zur Mittagszeit ein grüner Strahl zu beobachten, der einen Lichtfleck auf dem Fußboden erzeugt und später am Tag sogar den Baldachin erreicht. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass dies geplant gewesen war, handelt es sich hierbei aber nur um einen baulichen Zufall.

Der Nordturm des Straßburger Münsters kann bestiegen werden. Wir haben es wegen unserer Höhenangst nicht gemacht, aber laut Aussagen von anderen hat man von dort oben (immerhin 142 Meter!) einen beeindruckenden Blick über den Elsass. Dafür muss man allerdings 332 Stufen emporsteigen, ist also nur etwas für diejenigen, die gut zu Fuß sind. Große Rucksäcke und Taschen müssen vorher an der Information abgegeben werden.

Eintritt zur Aussichtsplattform:
Erwachsene: 5,00 €
Gruppen ab 20 Personen: 4,50 €

Hinweis: An jedem 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei!

Öffnungszeiten des Münsters:
Mo. bis Sa. von 09:30 bis 11:15 Uhr und 14:00 bis 17:45 Uhr
So. von 13:00 bis 17:30 Uhr

Hinweis: Während des Gottesdienstes kann der Münster nicht besichtigt werden. Die Aussichtsplattform ist über einen separaten Eingang erreichbar.

Öffnungszeiten der Aussichtsplattform:
01.10. bis 31.03.: 10:00 bis 18:00 Uhr (letzter Aufstieg um 17:30 Uhr)
01.04. bis 30.09.: 09:30 bis 20:00 Uhr (letzter Aufstieg um 19:30 Uhr)

Cave des hospices

Das war tatsächlich ein Tipp aus unserem Reiseführer, der uns neugierig gemacht hat, obwohl wir nicht gerade die Weintrinker vor dem Herrn sind. Es geht um die Keller unter einem alten Krankenhaus, in denen über 600 Jahre lang Wein hergestellt wurde. Durch den Verkauf der Weine sicherte sich das Krankenhaus damals sein Vermögen und konnte den Armen und Kranken so eine bessere Versorgung bieten. Ungefähr im 17. Jahrhundert geriet der Weinhandel des Krankenhauses langsam in Vergessenheit. Die Keller wurden nicht weiter beachtet, der gelagerte Wein reifte jedoch weiter vor sich hin.

1995 wurden die Keller „wiederentdeckt“ und restauriert, die vorhandenen Weinvorräte gesichtet und wo möglich abgefüllt. Die Höhlen sind so gut erhalten, dass die Fässer weiter dort gelagert werden können und ein Verkaufsraum davor gesetzt wurde. Dieser verkauft neben den eigenen Weinen auch die der Winzer, die sich zusammengeschlossen haben, um die Cave des hospices zu retten. Man kann Touren durch das Gewölbe buchen oder einfach nur durch die Gänge streifen – und vor allem auch einen Blick auf den ältesten Wein der Welt werfen.

300 Liter eines Weines aus dem Jahr 1472 lagern noch immer im Originalfass am Ende des ersten Ganges, daneben zwei weitere Fässer aus den Jahren 1519  und 1525. Der Wein von 1472 wurde bisher nur dreimal ausgeschenkt.

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 08:30 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:30 Uhr
Sa. von 09:00 bis 12:30 Uhr

Führungen können für Einzelpersonen und Gruppen gebucht werden, die Preise richten sich nach der Anzahl der Teilnehmer. Sie müssen mindestens eine Woche im Voraus unter cave-hospices@chru-strasbourg.fr gebucht werden und werden auf Wunsch auch auf Deutsch angeboten.

Parc de l’Orangerie

Der Parc de l’Orangerie ist der größte und älteste Park in Straßburg. Er wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts vom Architekten Le Nôtre entworfen, seinen Namen bekam er von den 138 Orangenbäumen, die nach der Französischen Revolution dort gepflanzt wurden. Besondere Bekanntheit erlangte er, weil Napoleon hier mit seiner Josephine spazieren gegangen ist und ihr zu Ehren ein Vergnügungspavillon errichtet wurde.

Heute ist der Park nach mehreren Umgestaltungen rund 26 Hektar groß und beliebtes Naherholungsziel für die ganze Stadt. Es gibt einen kleinen Streichelzoo und einen Scheunenhof, mehrere künstlich angelegte Wasserfälle, Brücken über den kleinen See und viele Wiesen zum Entspannen. Wer es etwas romantischer möchte, kann mit alten Booten auf den See rudern.

Wir lieben solche Oasen in der Großstadt einfach. Zwischen dem ganzen Trubel erholen wir uns hier immer, bleiben einfach eine Weile sitzen und starren Löcher in die Luft oder lesen ein bisschen. Wir versuchen eigentlich immer, auf jeder Reise so einen Ort zu finden, an dem wir einfach mal abschalten können – bisher hat es immer geklappt.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Die Liste mit Sehenswürdigkeiten ist lang, aber mit viel Glück schafft man es, alles in zwei, maximal drei Tagen gesehen zu haben. Das macht Straßburg zum idealen Reiseziel für ein verlängertes Wochenende. Was man sich vor Ort nicht entgehen lassen sollte:

  • Straßburger Münster
  • La Petite France
  • Palais Rohan
  • Barrage Vauban (unbedingt oben drauf gehen!)
  • Parc de l’Orangerie
  • Pons Couverts
  • Historisches Museum Straßburg
  • Thomaskirche
  • Europäisches Parlament
  • Europapalast
  • Palais du Rhin
  • Église Saint Paul

Bootstouren

Die Bootstouren auf der Ill, die von Batorama ausgerichtet werden, sind einer der Besuchermagneten schlechthin – deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, die Tickets schon im Vorfeld online auf der Website zu kaufen, da die Schlangen vor dem Kassenhäuschen doch ziemlich lang werden können. Wir haben es zwei Tage lang versucht und sind sogar an einem Automaten gewesen, aber letztlich haben wir unsere Tickets doch online gekauft. War einfach und ging schnell! Welche Bootstouren ihr bei Batorama mitmachen könnt und wie unsere abgelaufen ist, haben wir hier für euch zusammengestellt.

Straßburg Grande Île

Die Tour führt durch die Altstadt und die Neustadt und man bekommt spannende Blicke auf das Münster, das Alte Zollhaus und das La Petite France. Diese Tour muss besonders in den Abendstunden richtig schön sein, weil hier die Beleuchtung der Brücken (besonders der Barrage Vauban) sehr gut zur Geltung kommt.

Ticketpreise:
Erwachsene ab 15 Jahren: 10,30 €
Kinder von 4 bis 14 Jahren: 6,20 €

Dauer:
45 Minuten

» Mehr über die Tour Straßburg Grande Île

Straßburg, die Europäische

Diese Tour von Batorama konzentriert sich auf den anderen Teil von Straßburg, vor allem auf den Bereich mit dem Europaparlament und den Gebäuden, die aktuell wichtig für die EU sind. Es geht vorbei an der Neustadt mit einigen prachtvollen Wohnbauten und zum kaiserlichen Bereich, der von 1871 bis 1918 erbaut wurde.

Ticketpreise:
Erwachsene ab 15 Jahren: 10,30 €
Kinder von 4 bis 14 Jahren: 6,20 €

Dauer:
45 Minuten

» Mehr über die Tour Straßburg, die Europäische

Bootstour: Straßburg, eine 2000-jährige Geschichte

Das ist die Tour, die wir mitgemacht haben, weil sie am längsten ging und einmal alle wichtigen Bereiche von Straßburg umfasst. Gestartet sind wir am Anleger am Palais Rohan, wo es auch das Kassenhäuschen gibt. Wir haben uns für ein offenes Boot ohne Glasdach entschieden, weil es warm war und wir dann besser fotografieren und filmen konnten. Einen Audioguide gibt es gratis dabei, dieser war auch sehr gut gemacht und informativ, wie wir fanden. 

Aus unserer Sicht hat sich die Tour mit Batorama wirklich gelohnt, wir hätten uns nur gewünscht, sie früher gemacht zu haben, weil wir so an unserem letzten ganzen Tag vor Ort noch Ecken gesehen haben, die wir gerne noch besucht hätten.

Ticketpreise:
Erwachsene ab 15 Jahren: 13,50 €
Kinder von 4 bis 14 Jahren: 7,80 €

Dauer:
70 Minuten

» Mehr über die Tour Straßburg, eine 2.000-jährige Geschichte

Restaurants und Nachtleben

Gegessen haben wir in Straßburg richtig gut! Nur das Nachtleben haben wir so gar nicht getestet, obwohl es einige Clubs und Bars gegeben hätte. Aber wir brauchten erst mal etwas Zeit, um uns diese Art des Reisens wieder in Erinnerung zu rufen, die letzte Tour war ja schon einiges her. Deshalb können wir leider zum Thema Nachtleben nichts beitragen, haben aber zwei tolle Essenstipps mitgebracht, die wir euch nicht vorhenthalten möchten!

Frühstück: Bagelstein

Bagelstein war unser Frühstückslokal der Wahl, weil das Frühstück in der Unterkunft, das gratis dabei war, uns nicht wirklich überzeugt war. Hier haben wir jeden Tag einen anderen Bagel probiert und uns durch das Kaffeesortiment getrunken. Von der Einrichtung her mal was ganz anderes, hat uns gefallen! Außerdem war es durchaus lecker und bezahlbar.

 Adresse:13 Rue des Francs-Bourgeois, 67000 Strasbourg
 Telefon:+33 3 88 16 26 69
 Preisklasse:
 Küche:International
 Öffnungszeiten:Montag bis Samstag von 08:45 bis 21:30 Uhr
Sonntag von 09:45 bis 16:00 Uhr und 17:45 bis 20:30 Uhr
 Bewertung:4,0 Sterne auf Tripadvisor

Abendessen: Le Gruber

Wir haben uns durch verschiedene Restaurants probiert und sind dann hier hängen geblieben, weil die Karte groß und der Koch offenbar sehr pfiffig war. Die Portionen waren groß genug, wir sind auch ohne Nachtisch immer satt geworden. Es gibt vorrangig elsässische Spezialitäten, die natürlich etwas deftiger sind, aber auch einige Angebote für Vegetarier.

 Adresse:11 Rue du Maroquin, 67000 Strasbourg
 Telefon:+33 3 88 32 23 11
 Preisklasse:€€
 Küche:Regional, Elsässisch
 Öffnungszeiten:Sonntag bis Donnerstag von 11:30 bis 22:30 Uhr
Freitag und Samstag von 11:30 bis 23:00 Uhr
 Bewertung:3,0 Sterne auf Tripadvisor

Weitere Reiseziele:

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Lissabon

2017 haben wir diese wunderschöne Stadt ins Herz geschlossen – und 2019 sind wir zum Überwintern wieder hier gewesen. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen.

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Sintra

Die kleine Stadt in der Nähe von Lissabon lohnt auf jeden Fall – vor allem für mehr als nur einen Tag. Wir zeigen dir, was man dort alles erleben kann.

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Eine Wanderreise sollte es sein, mit möglichst schönem Wetter, nicht zu weit, gut auch als Anfänger zu schaffen. Also: Ab ins schöne Elbsandsteingebirge!

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Benidorm hat sich zu unserem Lieblingsreiseziel gemausert. Es kam 2019 genau zum richtigen Zeitpunkt und bietet die perfekte Mischung aus Aktiv sein und Entspannung.

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Das lange Osterwochenende haben wir für einen Abstecher nach Stockholm genutzt – schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit zog es uns nach Skandinavien! Und das zurecht.

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London haben wir 2019 schon zum dritten Mal besucht – und trozdem überrascht uns diese Stadt einfach immer wieder aufs Neue! Und es gibt immer noch so viel zu entdecken...

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Bergen

Unser erstes Mal Skandinavien überhaupt – und es hat uns so gepackt! Obwohl es die meiste Zeit des Tages dunkel war, zog uns Bergen so richtig in seinen Bann.

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Straßburg

Straßburg war eine recht spontane Eingebung von uns, obwohl wir bisher gar nichts mit der Stadt verbunden haben. Pluspunkt: Wir konnten mit dem Bus hindüsen.

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Madrid

Die spanische Hauptstadt – es war sooo schön da! Obwohl knapp 40 Grad Außentemperatur herrschten, haben wir die Stadt auf unsere typische Weise kennengelernt.

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Hola, liebes Barcelona! Die Stadt von Gaudi begrüßte uns im Sommer mit Regen – und auch sonst so hatten wir Schwierigkeiten, mit ihr warm zu werden.

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