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Unser Reisetagebuch: Tag 1 in Barcelona
Ankunft in der Stadt von Antoni Gaudi

Wir haben Hunger – also Gepäck aufgeben, Platz am Fenster suchen, Frühstück ordern und Flugzeuge gucken. Es wird ein Tag der ersten Male. Es ist fast ein bisschen unwirklich. Vor sechs Monaten haben wir gebucht, jetzt geht es los. Es sind nur zwanzig Tage, die wir unterwegs sein werden, trotzdem ist die Vorfreude richtig, richtig groß. Mit einem Orangensaft und zwei Krustenbraten-Paninis starten wir gestärkt in den Tag. Pünktlich um zehn vor neun geht auch schon das Boarding los – da meine sonst übliche Flugangst sich nicht übermäßig rührt, beschließe ich, einfach die Augen während des Fluges zuzumachen und abzuwarten. Natürlich geht alles gut.

 

Dank eines Extraschlenkers des Piloten (den sich keiner so richtig erklären kann, aber immerhin können wir Barcelona so einmal so richtig ausgiebig von oben sehen) kommen wir mit 10 Minuten Verspätung in Barcelona an, aber hey, es ist noch früh am Tag, also alles kein Problem. Wir warten geduldig, bis alle Passagiere, die es eilig haben, Richtung Ausgang gestürmt sind und schließen uns erst dann der Menge an.

Zum ersten Mal in Barcelona

Anders als am Flughafen Düsseldorf sind die Gepäckbänder hier nicht direkt am Ankunftsterminal. Also einmal quer durch den Flughafen, Koffer einsammeln und ab geht es Richtung Stadt. Kurz wundern wir uns, warum hier alles doppelt auf Spanisch ausgeschildert ist, aber dann fällt uns wieder ein, dass man in Barcelona Katalanisch spricht. Die meisten Katalanen sprechen übrigens Spanisch und Katalanisch, wer also einer der beiden Sprache mächtig ist, kommt hier gut zurecht.

 

Unsere Koffer sind diesmal nicht die letzten, also können wir uns zum Touristeninformationsschalter aufmachen und uns unsere Metrokarte (wir haben uns schon im Vorfeld für die „Hola BCN-Card“ entschieden) für die nächsten vier Tage kaufen. Das klappt problemlos und wenig später sitzen wir in der ersten Metro. Mit einmal umsteigen an der Station „Torrassa“ brauchen wir knapp eine Stunde und 15 Minuten, bis wir in unserem Hotel im Stadtteil Poblenou ankommen.

 

Poblenou wird auch als das „neue Zentrum“ von Barcelona bezeichnet. Es ist recht nah am belebten Stadtzentrum, aber doch weit genug weg, um noch etwas ursprünglicher zu sein. Was wir jetzt noch nicht wissen, aber am zweiten Tag lernen werden: Wer das echte, von Einwohnern belebte Barcelona sehen will, ist in Poblenou genau richtig.

Der erste Eindruck

Unser Hotel, das Ibis Plaza Glories, liegt genau zwischen den beiden Haltestellen Glories und Llacuna, sodass wir mit einem kurzen Fußweg in zwei unterschiedliche Linien einsteigen können. Die Sagrada Familia ist fußläufig zu erreichen, direkt in der Nähe ist der „Torre Agbar“, ein 32-stöckiger Bürokomplex an der Avinguda Diagonal. Er wird von Barcelonas Einwohnern scherzhaft auch als Penis bezeichnet, und ja, er sieht wirklich so aus.

 

Von der Dame am Empfang lassen wir uns als erstes zeigen, wo wir hier in der Nähe etwas essen können. Sie empfehlen uns die „Kleine Ramblas“ (Rambla del Poblenou), eine Straße, die runter bis an den Strand führt. Wir machen uns auf den Weg und schlendern durch die Gassen. Die bekannte gotische Bauweise fällt schon hier ins Auge und obwohl einige Häuser ziemlich runtergekommen aussehen, macht die Gegend insgesamt einen gepflegten Eindruck.

 

Auf der Rambla del Poblenou angekommen, staunen wir nicht schlecht: Die ganze Straße ist gesäumt von kleinen Tapas Bars, Restaurants, Tavernen und Cafés und es fällt schwer, eine Auswahl zu treffen. Ganz angenehm ist die Tatsache, dass man nicht von irgendwelchen Menschen angequatscht und aufdringlich in ein Restaurant gezogen wird. Wir entscheiden aus dem Bauch heraus und setzen uns in eine kleine Bar mit dem netten Namen „Can Toni“.

Das erste Essen

Wir bestellen uns blind etwas (denn die Karte ist nur auf Spanisch), das sich später als dünn geschnittenes Steak mit Spiegelei und frittierten Kartoffelecken herausstellt. Thomas hat Salsiccias auf der Karte identifizieren können und war daher etwas weniger überrascht als ich. Das Essen ist gut und dem Preis angemessen. Zusammen mit einem Wasser und einer Cola bezahlen wir 25,00 Euro. Es ist übrigens normal, dass das Servieren von Speisen im Außenbereich der Restaurants einen Aufschlag kostet. Die Zuschläge stehen meistens am Ende der Speisekarte.

 

Frisch gestärkt gehen wir weiter runter bis zum Strand. Auf der linken Seite sehen wir eine Eisdiele mit dem Namen „Chocolat-Box“ – wenn man näher heran geht, sieht man, dass es mehr als nur eine Eisdiele ist. Hier gibt es alles, was das Herz eines Süßspeisenfans höher schlagen lässt. Weil es recht warm (wenn auch bewölkt) ist, entscheiden wir uns für ein Eis. Da ich die Portionen nicht kenne, bestelle ich mir übermütig einen Becher in Größe M mit zwei Sorten – auch wenn „Crema Catalana“ und „Cheesecake“ richtig richtig lecker sind, die Größe „S“ hätte es auch getan. Die Becher werden hier bis zum Maximum der Stapelbarkeit befüllt oder besser gesagt angehäuft. Thomas, mit dem Wissen um meinen Monsterbecher gewappnet, hatte übrigens „Rocher“ und „Cookie and Cream“ in der Größe „S“ – seine Größe ist genau richtig.

Der erste Blick auf den Strand

Je näher wir dem Strand kommen, desto schlechter wird das Wetter. Trotzdem laufen wir an der Promenade von Poblenou bis runter nach Barceloneta. Der Strand ist richtig schön. Weil es aber so windig ist, ist wenig los. Etwas besser wird es am Yachthafen Port Olimpic – nicht nur, dass hier eine Luxusyacht neben der nächsten liegt, auch einen Kaffee kann man hier gut trinken. Darüberhinaus gibt es eine große Anzahl an Shisha-Bars; wir waren in keiner drin, aber schon beim Reingucken sahen die wirklich gemütlich aus.

 

Und dann kommt der Regen. Erst sind es nur ein paar Tropfen, dann geht es richtig los. Unterstellen ist zwecklos, also springen wir wahllos in den nächsten Bus und dann in die Metro. Klitschnass wie zwei begossene Pudel kommen wir an unserer Haltestelle an. Zur Schonung unseres Stadtplans haben wir uns auf unseren Orientierungssinn verlassen und uns natürlich prompt auf dem Weg von der Metrostation Llacuna zum Hotel noch verirrt. Im Zimmer angekommen, tauschen wir die feuchten Klamotten gegen trockene und überlegen uns eine Route für die Zeit, wenn der Regen aufgehört hat.

 

Mittlerweile ist es Abend und erneut Zeit für etwas zu Essen. Von unserem Lieblingsspanier im heimischen Krefeld haben wir haben den Tipp bekommen, auf der Las Ramblas de Catalunya im „La Bodegueta“ essen zu gehen, also machen wir uns auf den Weg dahin. Wir finden die Tapas Bar problemlos, allerdings ist es sowohl drinnen als auch draußen so voll, dass wir keinen Tisch bekommen. Und vor uns warten noch so viele, dass wir es sein lassen und den Besuch auf einen anderen Tag verschieben.

Der erste Cocktail

Wir essen eine Kleinigkeit bei „itapa“, was sich leider nicht als ganz so lecker und angenehm erweist. Das Buffet sah auf den ersten Blick relativ ansprechend aus, entpuppt sich allerdings im Nachgang als kalt und geschmacksarm. Zudem kommt die doch recht unfreundliche Bedienung hinzu, die es nicht für nötig hielt Messer und Gabel zu bringen oder gar ein zweites mal nach Getränken zu fragen. Etwas enttäuscht vom Essen fahren dann zurück nach Poblenou, um auf der kleinen Ramblas noch einen Cocktail zu trinken.

 

Hier ist abends richtig was los. Die meisten Lokale sind besetzt und immer noch zerrt uns niemand irgendwo rein, anders als auf der Las Ramblas de Catalunya, wo wir uns gegen einige wirklich aufdringliche Kellner wehren mussten. Das „4quatre“ macht von außen einen guten Eindruck – also gehen wir rein und sind erneut überrascht. Die gemütliche Lounge hat bequeme Sessel und eine mit Kunstgras ausgeschlagene Wand, an der man bequem sitzt. Mit einem Gin Tonic und einem Caipiroschka lassen wir den ersten Abend ausklingen. Das itapa-Erlebnis ist wieder vergessen, auch weil wir inzwischen 26.423 Schritte zurückgelegt haben und entsprechend erschöpft sind. Schön ist’s!

Und jetzt du: Barcelona lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück – Lissabon, wie steht’s denn mit dir? Was wirst du uns alles bieten? 

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