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Unser Reisetagebuch: Tag 2 in Barcelona
Sightseeing wie es im Buche steht

Der zweite Tag fängt mit einem reichhaltigen Frühstück an. Das Buffet im Hotel ist einfach, aber absolut ausreichend, es gibt sogar richtiges Brot, was unserer bisherigen Reiseerfahrung nach echt eine Seltenheit ist. Beim Kaffee hat man die Auswahl zwischen klassischem Filterkaffee, Espresso und Café Lungo. Darüberhinaus gibt es Aufschnitt, diverse Müsli- und Cornflakes-Sorten und eine große Auswahl an Blätterteig-Gebäck. Ich verliebe mich sofort in die kleinen Mandelstangen, die merkwürdig verdreht sind, aber super schmecken. Noch ein Kaffee auf die Hand, Reiseführer einpacken, Rucksack schultern und los geht’s.

 

Falls du dich das gefragt hast: Wir nutzen tatsächlich Reiseführer. Meistens kaufen wir ein bis zwei unterschiedliche und verbringen schon vor der Reise ein bisschen Zeit damit, darin zu schmökern – ob wir dann allerdings wirklich etwas daraus unternehmen, entscheiden wir immer spontan.

Auf zum Flohmarkt!

Auf unserem Tagesplan steht unter anderem der Markt „Fira del Bellcaire“ am Plaza Glories, der größte und älteste Flohmarkt in Barcelona. Mit 15.000 Quadratmetern Fläche und über 500 Händlern hat man hier sicher eine Weile zu tun. Der Markt ist immer montags, mittwochs, freitags und samstags geöffnet. Einkaufen kann man hier von 09:00 bis 17:00 Uhr. Da der Platz nur einen kurzen Fußweg von unserem Hotel entfernt ist, wundern wir uns auf dem Weg dahin schon irgendwie, warum nichts los ist. Erst als wir auf dem menschenleeren Platz stehen und einen Blick auf die Facebook-Seite des Veranstalters werfen, sehen wir: Der Markt findet an Pfingstmontag nicht statt. Hmpf. Okay, Plan vertagt auf Mittwoch.

 

Auf dem Weg zum nächsten Stop kommen wir an einem mit viel Liebe gestaltetem Schrebergarteneckchen vorbei: Abgeteilt in mehrere kleine Beete werden hier Gemüse, Kräuter und ähnliches angebaut, während eine provisorisch anmutende Sitzecke für Gemütlichkeit sorgt. Der Einfallsreichtum der Bürger in dieser Stadt ist nicht nur erstaunlich, sondern auch wirklich schön anzusehen.

Planänderung: Auf zum Barri Gotic!

Eine Alternative zum Markt ist schnell gefunden: Wir beschließen, dass wir den Vormittag im „Barri Gotic“, dem gotischen Viertel von Barcelona, verbringen, das mit seinen riesigen Palästen und den kleinen, engen und gewundenen Gässchen weit über die Stadt hinaus bekannt ist. Es ist das älteste Stadtviertel von Barcelona und die meisten Baudenkmäler stammen noch aus dem 14. und 15. Jahrhundert, also ist es für Architektur-Fans wie uns quasi ein Pflichtprogramm.

 

Insgesamt gibt es richtig viel zu sehen, nicht nur die bekanntesten Bauwerke sind toll, sondern auch die vielen kleinen verwinkelten Örtchen, die man im Vorbeigehen erhaschen kann. Da wir den kompletten Vormittag hier verbracht haben, werden wir nach der Reise noch mal ein kleines „Barri Gotic“-Special mit den schönsten Bildern und Erlebnissen zeigen. Bis dahin gilt: Unbedingt ansehen, wenn man in Barcelona ist!

 

Wer uns kennt, weiß, dass wir aus dem Urlaub immer eine Gummiente mitbringen. Auf Fuerteventura war das letztes Jahr schon nicht ganz einfach und wir haben lange gesucht, hier ist es genauso. Wir könnten jede Menge Tassen, Fächer und Gaudi-Porzellan mitbringen, aber Enten gibt es nirgendwo. Schließlich finden wir einen winzig kleinen Laden, der Holz- und Blechschilder sowie, Überraschung, Gummienten verkauft. Zwar nur eine kleine Auswahl und auch keine Gaudi-Ente, auf die Thomas sich schon gefreut hat, aber wir nehmen eine weiße mit bunten Tupfen und taufen sie „Barci“.

Let’s go to the mall

Am späten Vormittag kommen wir am unteren Ende vom „Barri Gotic“ an und stehen wieder mitten im wunderschönen Hafen von Barceloneta. Über eine Brücke gelangen wir zum riesigen Einkaufszentrum „Maremagnum“, das wie ein Monument an der Küste thront. Innen sieht es nicht viel anders aus als die Zentren, die man aus Deutschland kennt, trotzdem macht es Spaß, eine Weile durch die Mall zu schlendern.

 

Außerdem haben wir Glück: Wir stehen auf der Veranda im ersten Stock, als ein riesiges Segelschiff in den Hafen einläuft. Es ist schon beeindruckend, wie elegant sich solche großen Schiffe bewegen können. Der Ausblick auf den Hafen ist jedoch das einzige, was das Maremagnum als Vorteil gegenüber der Stadt zu bieten hat. Wer shoppen möchte, sollte lieber in die Innenstadt. Die Auswahl ist dort wesentlich größer und vielfältiger.

 

Gegen Mittag sind wir wieder hungrig und beschließen, es in einem der kleineren Läden im „Barri Gotic“ zu probieren. Uns ist der Sinn nach Churros mit Schokolade und nach ein bisschen Suchen finden wir ein kleines Café, dass die gewünschte Speise auf der Karte hat. Von außen macht es nicht viel her, aber innen ist es gemütlich und die Damen hinter dem Tresen sind sehr freundlich. Eine Portion Schokolade reicht für zwei Portionen Churros, zusammen mit zwei Getränken bezahlen wir gerade einmal 12,00 Euro. Das ist eine echt leckere Stärkung für zwischendurch!

Beeindruckend groß, beeindruckend hoch

Am Nachmittag wollen wir eigentlich noch zum Montjuic, kommen auf halbem Wege aber an dem wirklich beeindruckenden Museu Nacional d’Art de Catalunya vorbei und beschließen, dort eine Weile zu bleiben. Es geht ziemlich weit nach oben. Wer jetzt Panik wegen endlosem Treppensteigen bekommt, der sei beruhigt: Es gibt Rolltreppen, die einen bis ganz nach oben bringen, was eine echte Erleichterung bei der aufkommenden Hitze ist, denn es geht wirklich, wirklich weit hoch. Belohnt wird man dafür aber mit einem fantastischen Ausblick über die Stadt – man muss sich den zwar mit einer Menge Touristen teilen, aber man findet schnell ein Plätzchen für ein paar Fotos.

 

Der Palau Nacional ist übrigens ein sehr beeindruckendes Gebäude. Es thront am Fuße vom Montjuic und ist, obwohl es von unten gar nicht so groß aussieht, riesig. Auf dem Platz vor dem Gebäude befindet sich der „Font Magica“, ein Brunnen, der 1929 im Rahmen der Weltausstellung gebaut wurde. Der Name kommt daher, dass er in einem außergewöhnlichen Farbenspiel bei Nacht Formen, Farben und Ton vereint – seit den 80er Jahren ist das abendliche Farbenspiel mit Musik untermalt. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, den Brunnen abends zu besuchen.

Noch eine Planänderung

Den Aufstieg zum Montjuic verschieben wir auf morgen, stattdessen gehen wir am Palau Nacional vorbei noch ein gutes Stück weiter hoch, bis wir am „Estadi Olimpic Lluis Companys“ stehen. Von außen hat man gar keinen richtigen Eindruck, wie groß das Gelände eigentlich ist. Ist man aber erst einmal drin, steht man auf einer sehr weitläufigen Fläche. An einem Wasserlauf, gegenüber vom Eingang ist eine Aussichtsplattform, die ebenfalls einen tollen Blick über Barcelona (diesmal in die andere Richtung) bietet.

 

Schon von weitem sieht man diese riesige Antenne, die sich wie ein kleiner Alien-Gruß in den Himmel erhebt. Nach wildesten Spekulationen, z.B. dass diese Antenne für das olympische Feuer hätte benutzt werden können, finden wir schließlich heraus, dass es „nur“ der Fernmeldeturm ist. Ein bisschen schade, bei so einer außergewöhnlichen Bauweise hätten wir mehr vermutet.

 

Nach einem kurzen Abstecher ins Hotel ist es auch schon wieder Zeit für das Abendessen. Wir nutzen die kurze Verschnaufpause und laden Kameras und Handys wieder auf – morgen müssen wir uns definitiv eine leistungsstarke Powerbank besorgen, für einen ganzen Tag im Einsatz sind unsere Geräte nicht gemacht.

Noch ein erstes Mal

Zum Abendessen geht’s wieder auf die kleine Ramblas in Poblenou. Wir setzen uns spontan in eine kleine Tapas Bar mit dem Namen „Passeig 9“, bestellen Wein und eine große Auswahl an Tapas. Unter anderem Patatas Bravas, Fleischkroketten und Chorizo, die in der Karte niedlicherweise mit „Bratwurst“ übersetzt wurde. Fälschlicherweise haben wir auch noch Garnelen in Knoblauchöl bestellt (das kommt davon, wenn man keine Ahnung hat, was man da sagt) und mussten den Kellner erst einmal fragen, wie wir diese denn essen, denn es war unser erstes Mal. Nach einer kleinen Einweisung in „Wie esse ich eine Garnele?“ sind wir nun schlauer und können sagen, dass auch diese hervorragend geschmeckt haben. Mit knappen 90,00 Euro inklusive Getränken ist das allerdings auch etwas, das man nicht jeden Tag machen kann.

 

Damit neigt sich dann auch der zweite Tag dem Ende zu. Als wir im Bett liegen, merken wir doch, dass wir ziemlich weit gelaufen sind. Der Schrittzähler auf dem Handy zeigt für diesen Tag „nur“ 21.307 Schritte an – weniger als gestern, aber man merkt es doch. Morgen wollen wir früh aufbrechen, deshalb geht es ohne weiteren Cocktail direkt ins Bett. Gute Nacht!

Und jetzt du: Warst du auch so begeistert vom „Barri Gotic“ wie wir? Und hast du dich auch ein-, zweimal in den Gassen verlaufen?

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