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Unser Reisetagebuch: Tag 2 in Madrid
Madrid im Sonnenuntergang entdecken

Wir sind ja nicht so die Kunstversessenen, was das Thema Malerei und Skulpturen angeht. Wir lieben es, historische Bauten zu erkunden, geschichtlich etwas dazuzulernen oder in ein technisches Museum zu gehen, aber an expressionistischer Kunst oder Bronzeskulpturen haben weder Thomas noch ich besonders viel Spaß. Aus zwei Gründen ist das aktuell irgendwie blöd: Unser Hotel liegt neben den echten Kunsthotspots der Stadt, so ziemlich jeder will eigentlich genau hierher. Und außerdem sind die einzigen Empfehlungen, die wir aus dem Freundes- und Bekanntenkreis bekommen haben, Museen – Zufall? Wohl eher nicht. Wir waren gestern einmal kurz in einem kostenlosen Museum im Retiro-Park, müssen aber zu unserer Schande gestehen, dass wir nur wegen der Klimaanlage dort waren, als wir es draußen für einen Moment lang nicht mehr ausgehalten haben. Die Ausstellungen da haben uns nicht beeindruckt: Es gab einen ganz in blau gehaltenen Raum mit dem Titel „Blauer Raum“. Äh. Ja?

 

Was auf dem Plan steht? Frühstücken. Wir haben das Mediodia ohne Frühstück gebucht, aber im Reiseführer eine Lösung gefunden: Das Miranda ist in der Nähe und wird darin für sehr gut befunden. Da wir vorher keine Tipps online eingeholt haben, verlassen wir uns drauf und gehen die Straße runter. Von außen sieht es klein, aber sehr bunt aus und wir gehen rein. Drinnen überwältigt es einen wie eine kleine Farbexplosion. Es ist gemütlich, modern und das Frühstück ist günstig – was will man mehr? Wir bestellen Sandwiches und Kaffee. Stellt euch vor: Der Kaffee schmeckt nach Kaffee. So richtig, ganz ohne Schokolade! Meine von Lissabon etwas verkrüppelten Kaffeegeschmacksknospen atmen erleichtert auf. Und Thomas? Der hat ein Sandwich mit Schokoaufstrich gefunden und ist glücklich. So richtig.

Der Tagesplan? Gummiente finden! 

Wir haben gestern natürlich schon die Augen aufgehalten und so ziemlich jeden Souvenierladen abgeklappert, der auf dem Weg lag, aber niemand hatte eine Gummiente. Dass es so schwierig mit unserem Lieblingssouvenier werden würde, dachten wir nicht, aber wir haben ja noch knapp zwei Tage, um eine zu finden. Also Sorgen hinten anstellen und Tagesplan beginnen.

 

Wir fangen an mit einem Spaziergang zur Puerta del Sol, dem Zentrum Madrids. Hier spielt sich einfach alles ab, es liegt mitten in der Stadt und irgendwie auch mitten in Spanien. Uns ist klar, dass es voll sein wird, aber das sind wir ja spätestens nach unserem Tagesausflug nach Sintra gewohnt. In der Nähe gibt es auch die Plaza Mayor, die mit unfassbar schönen Häusern, riesigen Plätzen, einigen Statuen und vor allem vielen Straßenkünstlern aufwartet. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt: Ob es nun Männer sind, die stundenlang bewegungslos auf kunstvoll arrangierten Motorrädern hocken und sich fotografieren lassen oder solche, die mit artistischen Nummern etwas mehr Platz brauchen, hier ist schon am Vormittag so einiges los.

 

Und die Häuser. Immer wieder ist es die Architektur, die uns vom Hocker reißt. Hier gibt es so viele unterschiedliche Häuser, so viele sind aufgrund ihrer Fassade, ihrer Fenster oder was auch immer einfach ein echtes Highlight. Bei dem Haus mit der Ameisen-Fassade kribbelt es mich jetzt noch, bei dem historischen Gebäude an der Plaza Mayor kann man stundenlang auf diese bunte Außenseite starren und einfach nur staunen. Was die Menschen damals alles geschafft haben…

Churros? Hat jemand Churros gesagt?

Wir wissen, dass San Gines, die berühmte Chocolateria mit den angeblich besten Churros der Stadt, nicht weit entfernt ist, aber wir verschieben den Besuch auf später, sie hat ja lange genug auf. Stattdessen spazieren wir durch die Straßen, in denen sich gut erhaltene Altbauten mit neuen Gebäuden abwechseln. Es ist so voll. Es ist so warm. Aber hier ist das Leben mitten auf der Straße, das merken sogar wir. Die Restaurants und Cafés, in die wir reinblicken, sind eher klein, dafür stehen aber zig Stühle und Tische davor.

 

Weil wir immer noch auf der Suche nach einer Gummiente sind und weil es langsam zurück in Richtung Hotel geht, laufen wir die Gran Via hinunter, die größte Einkaufsstraße Madrids. Hier ist ein Laden neben dem anderen, so viele Shops habe selbst ich noch nicht gesehen. Hier müssen wir doch fündig werden! Gefühlt halten wir bei jedem noch so kleinen Souvenierladen an, zeigen Bilder von Gummienten und ernten nur ein bedauerndes Kopfschütteln. Vor lauter Verzweiflung gehen wir sogar in die Fanshops von Real Madrid und Athletico Madrid, aber auch hier finden wir keine. Aus Frust holen wir uns bei Rodilla noch eine Kleinigkeit zu futtern und verziehen uns ins Hotel. Wieder freuen wir uns unbändig über die Klimaanlage.

Der einmalige Sonnenuntergang

Wieder ist es 16:30 Uhr, als wir das Hotel verlassen. Heute geht es tatsächlich – vielleicht haben wir aber auch einfach nur mit dieser Knallerhitze gerechnet und uns innerlich gewappnet. Für den Rest des Tages stehen tatsächlich noch drei Dinge an: Essen gehen, zum Palacio Real gehen und anschließend den Abend am Tempel von Debod ausklingen lassen. Gesagt, getan – heute haben wir keine Idee, was wir essen wollen, also gehen wir einfach in Richtung Mercado de San Miguel, es ist zumindest schon mal die richtige Himmelsrichtung und im Zweifel können wir mit der Metro ein paar Kilometer wieder gutmachen.

 

Von außen sieht die Halle irgendwie aus wie ein alter Bahnhof. Wir haben so ein bisschen den Plan, uns überall einmal durchzuprobieren, aber als wir reingehen, steigt uns recht schnell ein so penetranter Fischgeruch in die Nase, dass wir den nächsten Ausgang nehmen und froh sind, wieder draußen zu sein. Okay, der Besuch war kurz. Dann… naja, dann essen wir halt woanders. Wir gehen spontan auf der anderen Straßenseite in ein Restaurant, das von außen schon sehr schick aussieht – von innen ist das Rincon de la Cava aber noch schöner! Es gibt tolle Kronleuchter, leckeres Essen und es ist kühl. Was will man mehr?

 

Essen abtrainieren leicht gemacht: Als wir fertig sind, geht’s aber wirklich in Richtung Palacio Real. Wir brauchen rund 10 Minuten, der Weg ist kaum der Rede wert. Die Sonne geht langsam unter und der Palast zeigt sich schon jetzt von seiner besten Seite. Wir wollen gar nicht reingehen, obwohl es zu bestimmten Zeiten wohl auch öffentliche Führungen gibt – der sonnengeküsste Anblick reicht vollkommen. Noch schöner soll es aber am Tempel von Debod sein, also machen wir uns auf den Weg, immerhin wollen wir ihn noch im Hellen sehen.

Am Tempel angekommen, ist es voll. So richtig voll. Trotzdem ist es im Sonnenuntergang ein wirklich einmaliges Bild, das sich uns bietet. Die Spiegelung des Tempels im Wasser, der Sonnenuntergang im Hintergrund… so kann es einfach immer enden, jeder Tag!

 

Und jetzt du: Magst du Sonnenuntergänge auch so gerne wie wir? Und vor allem das Spazierengehen? Wie kommst du in einer Stadt eigentlich am liebsten von A nach B?

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