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Unser Reisetagebuch: Tag 3 in Madrid
Von Friedhöfen und Stadien

Ja, wahrscheinlich hätten wir anders gebucht. Weniger Zeit in Barcelona, mehr Zeit in Madrid. Und auf den Strandurlaub freue ich mich auch noch nicht so richtig, aber wer weiß, wie’s morgen ist. Und hinterher ist man oft schlauer, oder? Jetzt erst mal zurück nach Madrid, wir haben ja immerhin noch diesen Tag und der will gefüllt werden.

 

Der erste Weg des Tages führt uns wieder zum Miranda, wo wir schon gestern gut und günstig gefrühstückt haben. Das machen wir heute noch mal, dann müssen wir nicht lange suchen und sind trotzdem satt. Langsam frage ich mich, warum wir unsere Hotels immer mit Frühstück buchen. Bisher kommen wir günstiger weg, wenn wir das einfach lassen – und wir sind flexibler. Mal schauen, wie wir das demnächst handhaben. Was sonst noch so auf dem Plan steht? Etwas für uns sehr ungewöhnliches: Wir wollen zum Friedhof von San Isidro, weil man von dort aus angeblich einen fantastischen Blick über die Stadt hat und es nirgendwo so schön gestaltete Gräber gibt. Auf dem Weg liegt das Fußballstadion Estadio Vicente Calderon, das wir noch mal sehen möchten, bevor es abgerissen wird.

Brauchen wir eigentlich wirklich immer ein Metro-Ticket?

Ich komme immer mehr ins Grübeln. In Barcelona haben wir es benutzt, in Lissabon schon weniger, hier sind wir bisher auch erst zwei oder dreimal gefahren. Wir haben es gekauft, damit wir flexibel sind und nicht jedes mal über unsere Tickets nachdenken müssen. Ich bin mir auch sicher, dass es sich in großen Städten wie Barcelona, London oder Paris bemerkbar macht. Aber hier? Geldlich hat es sich bisher nicht gelohnt und auch sonst macht es einfach viel mehr Spaß, die auf dem Weg liegenden Dinge mit zu erkunden, als in einer Metro zu hocken, auch wenn die Züge hier sehr sauber und die Stationen wirklich aufgeräumt sind. Heute ist aber auch wieder so ein Fall. Wir laufen durch kleinere Straßen und Gassen zur Puerta de Toledo, die wir gar nicht besucht hätten, wenn wir nicht zufällig wie heute daran vorbei gekommen wären. Wäre schon schade gewesen.

 

Wir sind übrigens große Architektur-Fans und was wir in Madrid „so ganz nebenbei“ sehen, ist einfach der Hammer. Wie sich diese Gebäude so aneinander schmiegen und zu einer Einheit werden… unfassbar. Dazwischen gibt es überall Grünflächen, die die Stadt auflockern. Es passt einfach alles zusammen. Alt neben neu, baufällig neben piekfein, kleines Häuschen zwischen zwei großen Villen. Obwohl es sicher nicht so ist, sieht es ziemlich durchdacht aus, was hier so passiert.

Für Fußballfans und deren Anhang

Über die Paseo de los Pontones geht es am Stadion Estadio Vicente Calderon vorbei. Es gibt ein anliegendes Museum, das noch geöffnet hat – beim Stadion selbst konnten wir nur noch zusehen, wie die ganzen Sitzbänke rausgetragen und der Rasen eingerollt werden. Architektonisch ist das Stadion schon ziemlich interessant. Mehr als Dreiviertel waren gar nicht überdacht, nur die Haupttribüne hatte ein Dach und hat die VIP-Gäste vor Regen und Unwetter geschützt. Under der Haupttribüne führte außerdem die Stadtautobahn entlang, nebenan ist der (während unseres Besuchs fast ausgetrocknete) Fluss Manzanares. Warum man in das Wanda Metropolitan umgezogen ist, ist eigentlich keine Frage, trotzdem ist es schade, dass dieses Stück Fußballgeschichte noch dieses Jahr abgerissen wird. Auf der Puente de San Isidro bleiben wir noch mal kurz stehen. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf das Stadion. Bestimmt wäre der Fluss mit Wasser auch beeindruckend, als wir da waren, gab es jedoch nur noch ein paar Pfützen. 

Ein Friedhof als Sehenswürdigkeit

Um zum Friedhof zu kommen, muss man jetzt doch noch ein bisschen wandern. Die Paseo de la Ermita del Santo nach oben, da ist ein kleiner Eingang, den wir fast übersehen hätten. Kamera weglegen, reingehen, beeindrucken lassen. Eigentlich sind Friedhöfe nichts für mich, aber hier gibt es so schön angelegte Gräber, dass es eine ganz eigene Kunstausstellung ist. Ganz nebenbei hat man auch noch einen fantastischen Blick über die Stadt – hier zücke ich dann doch einmal die Kamera und hoffe, dass es mir niemand übel nimmt, dass ich so einen Blick einfangen möchte.

 

Durch den Parque de San Isidro, der wesentlich leerer ist als der Retiro, geht es zur Metrostation mit dem lustigen Namen Urgel. Mittagspause. Danach sind wir so erfrischt, dass wir doch noch den Weg zum zweiten Stadion antreten. Mit der Metro (man muss die Karte ja nutzen) geht es von Atocha zur Haltestelle Santiago Bernabeu Stadium. Es ist mindestens so faszinierend wie das andere Stadtion, aber aus einem anderen Grund: Es liegt einfach mal mitten in der Stadt. Drumherum sind ganz normale Wohnhäuser, wir können uns kaum vorstellen, wie es hier bei einem Fußballspiel abgehen muss. Zuhause möchte ich mir das nicht vorstellen, wir kennen das Verkehrschaos ja so schon zur Genüge.

Nach den Besuch laufen wir die rund sechs Kilometer wieder zurück und essen noch mal im Café de la Reina, weil es uns dort wirklich richtig gut geschmeckt hat. Die Sprachbarrieren waren allerdings immer noch da, diesmal hatten wir sogar ein paar Speisen mehr auf der Rechnung, als wir bestellt haben, aber irgendwie haben wir auch das geklärt. Und den Abend? Den haben wir ganz entspannt bei San Gines verbracht und uns durch diverse Churros gefuttert. Es stimmt, was versprochen wird, die Churros sind wirklich frisch, knusprig und kross. Übrigens sucht man sich am besten erst einen Platz, bestellt dann und nimmt das Zettelchen mit zum Tisch. Irgendwie findet dich der Kellner schon. Wir haben übrigens noch immer keine Gummiente gefunden. Langsam werden wir nervös.

 

Und jetzt du: Was war der skurrilste Ort, den du auf Reisen besucht hast? Wie bist du darauf gekommen? Oder würdest du sowas gar nicht erst machen?

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