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Unser Reisetagebuch: Tag 4 in Madrid
Raus aus der Stadt, ab zum Strand

Abreisetage lösen immer so eine kleine Melancholie bei mir aus. Wir haben auf dieser Reise alles vorgebucht, jeden Flug, jede Unterkunft, damit wir die Reise selbst genießen können und nicht noch in Stress ausbrechen. Was haben wir uns die Nächte um die Ohren geschlagen, um die beste Flug-/Unterkunfts-Kombination zu bekommen. Ich glaube, wir waren fast so lange mit der Buchung beschäftigt wie mit der Reise selbst. Und jetzt ist sie irgendwie schon wieder vorbei. Also, nein, nicht wirklich vorbei, wir fliegen ja noch nach Teneriffa und gönnen unseren abgelaufenen Füßen eine Erholung. Aber ihr wisst, was ich meine: Das letzte Mal steigen wir in ein Flugzeug, dass uns nicht weiterbringt, sondern wieder nach Hause.

 

Wir glauben, dass uns der Strandurlaub als Abschluss guttut, obwohl wir einfach weiter durch die Städte der Welt reisen und sie entdecken könnten. Am Anfang hatte ich angst davor, 15 Tage auf den Beinen zu sein. Ich bin ja nicht besonders sportlich und kenne das Tempo, das Thomas vorgibt. Manchmal ist es schwer, da mitzuhalten. Aber: Er hat sich angepasst. Ich hab mich angepasst. Mir geht’s gut – meinen Füßen nicht so. Das Thema Schuhe werde ich nach der Reise definitiv noch mal aufarbeiten. Sneakers gehen einfach nicht, wenn man pro Tag zwischen 10 und 15 Kilometer läuft, da muss es eine Alternative geben.

Weltreisegedanken? Ich? Wir?

Nicht nach Hause fliegen. Einfach hier bleiben. Einfach weiterreisen. Warum nicht? Achja, der Job. Die Wohnung. Die Verpflichungen. Hm. Und was wäre…? Oh, ich muss ja noch Koffer packen. Diese unfassbar großen, schweren Koffer. Jeder von uns reist mit 18 Kilogramm. Ich mit 10 Büchern, obwohl ich einen e-Reader besitze. Warum? Achja, die Entspannung, die wir jetzt antreten werden. Wir fliegen nach Teneriffa in ein Hotel mit allem Drum und Dran, aber ohne All Inclusive. War nicht bezahlbar. Es gibt keinen direkten Strand, aber eine große Poolanlage und wir haben einen privaten Hotelpool. Ein bisschen Luxus, weil wir im letzten Jahr auf unserer Honeymoon-Reise beide krank waren und die Hochzeitsreise nur so halb genießen konnten. Ob’s schön wird? Ob das Wetter gut ist? Bestimmt, wir haben ja Juni.

 

Wohin es danach geht? Wissen wir noch nicht. Schauen wir mal. Vielleicht machen wir noch mal so eine Reise, in der wir von Spot zu Spot hoppen, denn das hat mir wirklich gefallen. Und gut getan! Ich bin so entspannt wie schon lange nicht mehr, die Arbeit wurde von jedem Flieger mehr aus meinem Kopf geweht, ich konnte mich ganz fallen lassen. Individualreisen ist anders. Einfach so loszutigern, eine Stadt auf eigene Faust zu entdecken, durch die Umgebung zu wandern, das war was ganz anderes. Das hat auch mit uns etwas gemacht, was wir noch nicht in Worte fassen können. Vielleicht hilft etwas Ruhe auf Teneriffa, um dem Gefühl auf die Schliche zu kommen. Auf jeden Fall möchten wir öfter so reisen – mit mehr Zeit, mit mehr Programm, mit mehr sehen. Vorbei die Zeit, in der man 14 Tage am Strand gelegen und 14 Bücher gelesen hat. Thomas war schon früher so, er wollte immer schon ein bisschen mehr machen als ich. Ich musste erst diese kleine Reise haben, um dahinter zu kommen, wie schön die Welt eigentlich ist.

Erstmal weiter

Darüber können wir später noch nachdenken, jetzt müssen wir aber erst mal einen Flieger kriegen. Wir haben übrigens alle Flüge so gelegt, dass sie mitten am Tag gehen – so müssen wir bei der Abreise nicht hetzen, kommen aber gleichzeitig auch nicht im Dunkeln an. Auf Teneriffa müssen wir uns auch noch um einen Transfer kümmern; da wir nicht wussten, ob alles glattgeht (war ja schließlich unsere erste zusammengeschusterte Reise!), haben wir hier noch nichts in die Wege geleitet. Aber wird schon klappen. Hat schließlich immer geklappt, nicht wahr?

 

Wir fahren mit der Metro zum Flughafen. Beide schweigen. „Hat’s dir gefallen?“, fragt Thomas irgendwann und guckt mich an. Er ist braun gebrannt, ein bisschen sieht man einen Abdruck von seiner Sonnenbrille. Er lächelt. Ihm hat es gefallen. Mir auch. Aber ich muss noch ein bisschen darüber nachdenken, wie mich diese Erfahrung bis hierher verändert hat.

 

Wie wir das mit der Gummiente gelöst haben? Wir mussten eine bestellen. Unsere letzte Hoffnung, der Flughafensouveniershop, hatte auch keine – also haben wir uns eine Real Madrid Ente online bestellt, die ankommt, wenn wir daheim sind. Also, irgendwie ist sie dann doch aus Spanien, weil wir sie da bestellt haben. Immerhin!

 

Tschüss, Madrid. Hallo, Teneriffa!

Und jetzt du: Hast du auch schon mal so eine echt verändernde Reise gemacht? Wie hat sich für dich das Reisen im Laufe der Zeit verändert? Und: Sind Abreisetage für dich eigentlich auch so schlimm oder freust du dich eher auf Zuhause?

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